Unearth - III: In The Eyes Of Fire

Review

Galerie mit 4 Bildern: Unearth auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016

Da macht aber jemand gehörig auf Metal – und bedient jegliche Klischees, die man dafür verwenden kann. Zumindest auf dem Cover. Wer UNEARTH kennt, weiß, dass die Band auch live wie die Altmeister posen kann. Trotzdem bleibt der „The Oncoming Storm“-Nachfolger weiterhin eine Metalcore Scheibe – mit allem, was dazugehört.

In oculis ignis. Eine verzwickte Situation hinterlassem einem die Amerikaner mit „III: In the Eyes of Fire“. Auf der einen Seite steht die Kraft der zwei Herzen in Form der doppelten Gitarrenattacken, die in nur jeder erdenklichen Situation versuchen, sich mit breit geschwellter Brust in den Vordergrund zu kämpfen. Besonders „This Time is Mine“ bohrt sich mit seinem Old School Riff und modernem Groove sehr weit in den Gehörgang ein. „Bled Dry“ bläst zur Attacke und fordert leider nicht in letzter Konsequenz zum Moshen auf. Mit aller Macht eintrichtern möchte „The Devil Has Risen“ seine Textzeilen („It was those lonely nights that tried our hearts”). Dabei versucht der Song, typisch für UNEARTH, die schnellen Parts durch etwas undynamische Zwischenstücke zu verbinden und in stampfende Angriffe münden zu lassen.

Doch findet sich zwischen den Thrash-Salven noch immer die Zeit, ein kleines akustisches Intermezzo einzubauen, sei es durch eine melodische Begleitung in „Unstoppable“ oder ein relativ aussageloses Instrumental am Ende, was bei Metalcore Bands anscheinend im Trend liegt. Fast schon dienerisch unterstützt das Schlagzeug den Auftritt der Gitarrenstars, um das Doppelherz (MAIDEN lässt grüßen!) immer wieder durch brutale Break Downs auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen („Giles“) und in entscheidenden Momenten nach vorne zu peitschen. Nicht selten endet dies – natürlich – in bekannten Stakkatophasen.

Bei aller Qualität dieser Komponenten können aber einige Punkte nicht überspielt werden: Die noch rotziger und aggressiver produzierte Stimme von Sänger Trevor Phipps wirkt auf Dauer monoton und ermüdend. Einen Übersong wie „Great Dividers“ von der Vorgängerplatte findet man dieses Mal nicht. Man hat zudem den Eindruck, dass nicht selten die Herren an den Saiten vielmehr ihr fassettenreiches Können unter Beweis stellen wollen, als wirklich entscheidend Emotionen über die Songs zu transportieren. Dieser „weiche“ Faktor zieht sich wie ein roter Faden durch „III: In the Eyes of Fire“.

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27.08.2006

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Unearth auf Tour

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5 Kommentare zu Unearth - III: In The Eyes Of Fire

  1. Anonymous sagt:

    Finde ich eher besser als die in meinen Ohren übertrieben über den grünen Klee gelobte "The Oncoming Storm". Songs wie "Giles" und "So it Goes" geben mir doch wesentlich mehr als das stellenweise etwas dudelige Rumgewichse des Vorgängers, der Melodie-technisch nie so richtig aus den Puschen kommen wollte. 8,5 Punkte, aufgerundet auf 9…

    9/10
  2. inflamer sagt:

    Nach dem Vorgänger hatte ich eine typische Metalcore Scheibe erwartet und sogar mit dem schlimmsten gerechnet was so einer band passieren kann: Clean vocals in den refrain,schliesslich machte das jeder in dieser zeit (nicht dass ich was dagegen habe,nur bei UNEARTH muss das nicht sein).Die CD ist sowas von genial,ich hör sie immer noch und sie wird mir nicht langweilig!!ich hab sie gleich nach dem release gekauft!Auf der Scheibe sind so geile moment,so gute moshparts,so mega Riffs drauf und das druming ist auch genial!ihr denkt wahrscheinlich ich ubertreib,aber das ist meine meinung!ich liebe die Scheibe,ist in meinen top10 EVER….hört euch einfach mal ein paar songs an,vielleicht gefällt sie euch ja sogut wie mir!ich hoffs 😉

    10/10
  3. atheist sagt:

    So muss es sein, so richtig aggresive! die quallitaet dieser platte ist perfect. der song unstoppable ist mein favorit. wenn ihr es im geschaefft sieht, kauft diese platte eher als irgend eine schwule killswitch platte. keine clean vocals!! stay hardcore!

    10/10
  4. teratom sagt:

    Meiner Meinung nach eine die beste Scheibe der Jungs und einfach nur eine GEILE CD… selbst komme ich eigentlich mehr aus der Thrash/Black Metal, aber dieses Album hat mich voll und ganz überzeugt. Als Tipp kann ich nur jedem empfehlen zumindest rein zu hören…

    CU TerA

    10/10
  5. sascha sagt:

    Gefällt sogar mir als bekennender Neuzeit-Metalcore-Hasser super.
    Die Platte hat definitiv 11 super Lieder, die CD landet heut noch oft in meinem CD-Spieler.

    10/10