
Speed Invasion '26
Der Name ist Programm
Konzertbericht
KNIFE und WARRANT sind junge und alte Recken der deutschen Speed-Metal-Szene: Während WARRANT seit über 40 Jahren im Geschäft sind, gelten KNIFE als Senkrechtstarter der aktuellen Generation. Ebenfalls frisches Blut bringt der Support TASKFORCE TOXICATOR mit. Fans von Thrash- und Speed Metal bekommen auf der „Speed Invasion ’26“-Tour reichlich Gegenwert. Wir waren beim Auftakt der Tour im Oldenburger Amadeus dabei.
TASKFORCE TOXICATOR, WARRANT und falsche Spielzeiten
Leider waren die Spielzeiten falsch angegeben: Als wir 20 Minuten vor dem online genannten Beginn – 20 Uhr – im Amadeus eintreffen, sind TASKFORCE TOXICATOR fast durch mit ihrem Set. Das ärgert uns, da wir nach dem großartigen Gig in Walsrode vor zwei Wochen gern einen Nachschlag gehabt hätten. Wir machen das Beste daraus und feiern die letzten drei Stücke, die mit dem besagten Gig deckungsgleich sind.
Danach betreten WARRANT die Bühne. Trotz Gründung im Jahr 1983 hat die Düsseldorfer Band erst drei Alben veröffentlicht – der aktuelle Output „The Speed Of Metal“ ist erst ein Jahr alt und mitverantwortlich für den Tournamen.
Die Band ist gut aufgelegt und hat zwischen den Songs stets einen lockeren Spruch parat. Nichts wirkt einstudiert; es klingt nach einem langjährigen Hobby aller Beteiligten. Gründungsmitglied Jörg Juraschek hat eine starke Mannschaft um sich versammelt und die Töne sitzen. Moshpits entstehen schnell und Mitmachaktionen werden gern angenommen.
Das Maskottchen „The Enforcer“ ist ebenfalls dabei und schwingt im Hintergrund seine Axt. Das ist unterhaltsam und zeigt, wie viel Spaß die Band daran hat, eine abwechslungsreiche Show zu liefern. Das gelingt, und WARRANT dürfen sich über lauten Applaus freuen.
KNIFE zerlegen den Club
KNIFE sind steil aufgestiegen: Nach ihrem Debüt 2021 über Dying Victims Productions folgte zwei Jahre später der Wechsel zum Branchenriesen Napalm Records, wo sie ihr zweites Album „Heaven Into Dust“ veröffentlichten. Die Setlist besteht aus Songs beider Alben – neues Material ist laut Band bereits in Arbeit.
Wer bei einem Thrash- und Speed-Metal-Konzert in der ersten Reihe steht, wird schnell angerempelt. Moshpits, Walls of Death – das gehört dazu. Dass man jedoch beim Headbangen unterbrochen wird, weil der Sänger der spielenden Band von vorne in den Pit stürmt und dort weitersingt, ist seltener. KNIFE-Frontmann Vince Nihil macht genau das und zeigt sich auch im weiteren Verlauf des Gigs äußerst publikumsnah.
Warum KNIFE schnell Bekanntheit erlangten, wird sofort klar: Die Energie der Band ist enorm. Das Amadeus ist nicht ausverkauft, etwa 100 Leute sind anwesend, doch die Band spielt, als würde sie eine Arena füllen. Dabei setzen sie auf Wahnsinn und Spontanität statt auf durchchoreografierte Posen – roher Speed- und Thrash Metal eben.
Nach dem Gig fühlen wir uns ordentlich durchgeschüttelt und müssen unsere Körpertemperatur am Merch erst einmal um einige Grad senken – die „Speed Invasion ’26“-Tour hat in Oldenburg einen heißen Start hingelegt.
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Jannik Kleemann
































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