Knife - Heaven Into Dust

Review

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Die 2019 gegründeten KNIFE konnten mit ihrem Debütalbum „Knife“ ein erstes Ausrufezeichen setzen. Nun legen die Marburger mit ihrem zweiten Album „Heaven Into Dust“ nach.

Der Weg zu „Heaven Into Dust“ – KNIFE wirbeln zunächst den Underground auf

Zunächst veröffentlichten KNIFE 2020 via Metalworld zwei Kassetten namens „Black Leather Hounds“ und „Locked In“, ehe über Dying Victims Productions 2021 das selbstbetitelte erste Album folgte, das gleich sehr überzeugend war. Insbesondere mit diesem konnten die Hessen viel Aufmerksamkeit in der Szene auf sich ziehen. Ihre Verbundenheit zum Extrem Metal Underground unterstrichen KNIFE mit der letztjährigen Kassette „Sounds Of Sacrifice“, in welcher jeweils der Song „Sacrifice“ von VENOM als auch von BATHORY gecovert wurde, zudem packte die Truppe einen eigenen Song dieses Namens drauf. Zwischenzeitlich hatten sich Napalm Records KNIFE geangelt und die Band konnte ihre Live-Qualitäten auf dem Rock Hard Festival und Wacken Open Air unter Beweis stellen. Da bahnt sich wohl eine Erfolgsgeschichte für den ehemaligen Geheimtipp an, die Zeichen stehen also auf Sturm!

Der Sturm kommt mit wildem, kompromisslosem Metal

KNIFE sind sich und ihrem angestammten Stil treu geblieben. Die Truppe haut Old School Thrash / Speed Metal raus, mit ordentlichen Portionen an Black Metal und Punk. Wild, räudig, roh, kompromisslos – Gefangene werden nicht gemacht! Offensichtlich beeinflusst von EXCITER, MOTÖRHEAD, VENOM, BATHORY, SODOM, DESTRUCTION, MIDNIGHT und JUDAS PRIEST. Dabei wurde für „Heaven Into Dust“ nochmals ordentlich draufgesattelt. Der Sound ist fetter, die schon auf dem Debüt schlüssigen Songs nunmehr noch prägnanter. Messerscharfe Riffs, donnerndes Schlagzeugspiel, räudig keifender Gesang, typisches 80er-Feeling, die Zutaten sind bekannt.

„Heaven Into Dust“ wird von „Hawks Of Hades“ eingeleitet. Dramatische Orgelklänge und beunruhigendes Flüstern bauen Atmosphäre auf, ehe es rotzig punkig weitergeht und sich zu einer dreckigen Hymne entwickelt. Das mitreißende „Night Vision“ punktet mit ungezügelt speedigem Schlagzeugspiel, teils eingebauten galoppierenden Rhythmen, shreddende Gitarren, klassische Riffs und Solo, Gangshouts und eingängig rauer Refrain. Der Titelsong selbst ist rasender Speed Metal voll auf die Zwölf.

Mehr klassischer Metal

Grundsätzlich sind die Stücke von KNIFE zumeist im flotten Uptempo angesiedelt, aber die Band hat für ihr neues Album ihre Einflüsse aus dem klassischen Heavy Metal und Hard Rock weiter ausgebaut, was für mehr Abwechslung und Kontrast sorgt. „With Torches They March“ im Midtempo und „Black Oath And Spells“, das ganz schön RUNNING WILD atmet, bieten tolle Mitsing-Refrains und melodische Soli. Mit dem unspektakulären „The Arson Alchemist“ hat sich lediglich ein Filler auf das Album geschlichen.

Richtig gut

Zeichnete sich das Debütalbum dadurch aus, dass es mit seiner Kompromisslosigkeit, dem speziellen Achtziger-Vibe und gleichzeitiger Frische in erster Linie Spaß machte, geht das ambitionierte „Heaven Into Dust“ einen Schritt weiter. Die deutliche Zunahme von klassischem Metal sorgt für Abwechslung und Dynamik, alles klingt noch eine Spur schärfer, besser – richtig gut!

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24.08.2023

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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3 Kommentare zu Knife - Heaven Into Dust

  1. Cyi sagt:

    Die Tracks die ich bis jetzt hören konnte, sind definitiv schwächer als der schwächste Track auf dem Vorgängeralbum.

    Ich finde es persönlich Schade, dass Knife von DVP weg ist und nach NPR gegangen ist. Der Schritt ist finanziell logisch, künstlerisch allerdings gelangt man so in die Belanglosigkeit.

    Ich hoffe das, dass komplette Album im ganzen besser wird und es genauso zündet wie das erstlingswerk.

    Wertung folgt..

  2. doktor von pain sagt:

    Mir war nicht bewusst, dass diese Band jemals bei mir gewesen ist. Aber ich habe auch kein gutes Gedächtnis für Gesichter.

  3. elchtod sagt:

    Packt mich leider auch nicht so sehr wie der Vorgänger. Ich finds immer noch gut, solider Black Speed Metal. Aber irgendwie fehlt die Dynamik vom Debüt.

    7/10