Mono Inc.
Live-Recording in Dresden

Konzertbericht

Billing: Mono Inc.
Konzert vom 17.11.2015 | Reithalle, Dresden

Ein ganz besonderes Highlight erwartete die schwarze Szene in Dresden am 17. November 2015: Die Hamburger Dark Rocker MONO INC. beehrten die sächsische Landeshauptstadt mit dem Ziel, das dortige Konzert für eine Live-DVD aufzuzeichnen. Das zehnte der vierzehn Konzerte der aktuellen „Terlingua„-Tour führte die vierköpfige Band in die Dresdner Reithalle, wo sie zuletzt vor anderthalb Jahren im Rahmen ihrer „Nimmermehr“-Tour gespielt hatten.

Mono Inc.

Ein besonderes Special erwartete alle MONO Inc.-Fans an diesem Abend: Jeder Konzertbesucher konnte sich auf Wunsch namentlich auf der Live-DVD erwähnen lassen. Vor dem Einlass wurden dazu Zettel verteilt, auf die man möglichst leserlich seinen Vor- und Nachnamen eintragen konnte, um ihn anschließend am Merch-Stand abzugeben.

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Ordentlich gefüllt, aber leider nicht ausverkauft, startete der Abend pünktlich mit dem Schweizer Support-Act STONEMAN, der die Besucher mit deutschsprachigen Dark Rock-Texten solide zum Beben brachte und auf einige sehr textsichere Fans bauen konnte. Eine kurzweilige halbe Stunde unterhielt die Vorband das gespannte Publikum und verwies zum Abschluss auf den anstehenden Gig im November kommenden Jahres im Puschkin.

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Deutschsprachiger Dark Rock aus der Schweiz: STONEMAN

Kurzes Coaching: Ein Crew-Mitglied und der Regisseur instruierten das Publikum vor Beginn des Konzerts über die große Kamera-Schwenkvorrichtung sowie den Song, zu welchem zuvor verteilte Lichter in die Höhe gerichtet werden sollten. Die Fans drängten sich voller Spannung auf den Headliner MONO INC. um die Kamera-Absperrungen.

Ebenfalls sehr pünktlich betraten Gitarrist Carl Fornia, Bassist Manuel Antoni und Drummerin Katha Mia die Bühne. Mit Feuer-Fontänen auf dem hinteren Teil der Bühne eröffnete Sänger Martin Engler mit dem Kracher Arabia fulminant den Abend. Die Dresdner durften sich über eine gewohnt abwechslungsreiche Mischung aus Songs des aktuellen „Terlingua“-Albums („It Never Rains“, „Never-Ending Love-Song“), altbekannten Tracks („Temple Of The Torn“, „This Is The Day“) und natürlich den rockigen Hymnen von „Gothic Queen“ über „Symphony Of Pain“ (Martin natürlich im „Viva Hades“-Mantel) bis zu „Kein Weg zu weit“ freuen.

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MONO INC. begeisterten in der Dresdner Reithalle

Nach dem SNOW PATROL-Cover „Chasing Cars“ (man wolle der Band zu etwas „Prominentheit – äh, Prominenz“ – verhelfen) setzte Martin Engler gemeinsam mit Manuel Antoni am Klavier bezaubernde akustische Akzente in liebevoller Erinnerung an seinen Opa Walther („An klaren Tagen„) und ersetzte in den Lyrics „Rom“ durch „Dresden“. Ein rührender Moment, als sich Martin und Manuel nach der vierhändigen Darbietung umarmten – und einer der wenigen Momente, in denen man sich der Band wirklich nah fühlte, in denen die Authentizität der Band nicht durch die Live-Aufzeichnung bedrückt wurde.

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Emotionaler Moment: Manuel Antoni (li.) und Sänger Martin Engler spielen vierhändig Klavier

Auch Schönheit Katha Mia hatte ihren gewohnten Solo-Auftritt und heizte das Publikum im Drum-Battle mit Martin ordentlich an. Neu: Alle vier Musiker von MONO INC. trommelten an Schlagzeugen um die Wette. Reizvoll war auch das Medley aus den rockigen Ohrwürmern „Forgiven“ und „Revenge“, das wie „Heile, Heile Segen“ das Publikum von Jung bis Alt zum Kochen brachte. Lustige Momente bescherten Gitarrist Carl Fornia im sächsischen „Mönö Inc. „-Shirt sowie Martin Engler, der mit der MONO INC.-Flagge „tanzend“ über die Bühne hoppelte.

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Spaß muss sein: Martin Engler und Schlagzeug-Königin Katha Mia beim Drum-Battle

Sänger Martin, der während des Abends erstaunlich oft zur Gitarre gegriffen hatte, beendete den Abend nach „After The War“ mit einem großen Becken-Schlag. In der ersten Zugabe sang das Publikum noch mehrere Minuten, nachdem die Musiker bereits die Bühne verlassen hatten, den Song „Mondschein“. Optisch großes Kino war das Lichtermeer, das aus der Reithalle erstrahlte, als MONO INC. „Tag X“ performten. Martin Engler schwenkt heroisch eine große MONO INC.-Flagge und salutiert.

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Bedankte sich für das empathische Dresdner Publikum: Martin Engler

Zum endgültigen Abschluss des Abends spielten die vier Hamburger wie gewohnt „Voices Of Doom“, bevor sich „Mister Carl Fornia“, „Doctor Manuel Antoni“, „Lady Katha Mia“ und Martin Engler, der sich dankbar an sein Herz fasst, noch einige Minuten von der jubelnden Menge feiern ließen. Langsam strömen die Besucher in Richtung Ausgang, begleitet von „In The End“ aus den Lautsprechern. Ein großartiger, gelungener Abend, der nur an einigen Stellen nicht über die gezwungene sterile Atmosphäre aufgrund des DVD-Recordings hinwegtäuschen konnte und etwas an der Professionalität der sonst publikumnäheren Band krankte. Trost: Im März und April 2016 spielen MONO INC. dreizehn weitere Konzerte der „Terlingua“-Tour.

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19.11.2015

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