Anodyne-29 - Phoenix

Review

Als „Ragga Infected Metal“ deklarieren Anodyne-29 ihren Musikstil und viel besser kann man es auch kaum ausdrücken. Man befindet sich irgendwo in der Grauzone zwischen Stonerrock und fettem, mit leichten „Neu Metallischen“ Einflüssen versehenen, Metal. Das ganze wird schliesslich gepaart mit der Abwechslung zweier total unterschiedlicher Sänger und fertig ist eine interessante Mischung aus Metal und Reggae. Während die 6 Songs zumindest musikalisch guter Durchschnitt sind hapert es bei den Vocals dann doch noch etwas. „New Gothic vs. Ragga-Vocals“ heisst es in der Bandinfo. Mr. „New-Gothic“ Andy Koa – er klingt in meinen Ohren nicht einmal annährend nach „New Gothic“ – hört sich insgesamt viel zu gelangweilt und eintönig an. Er hat die Wirkung einer ganzen Packung Schlaftabletten nach einer durchzechten Nacht. Erfrischend spaßig stellt sich dafür der Reggae Aspekt heraus. Sänger Finga verleiht den Songs eine ganz besondere Note und rettet das Debüt der Reggae-Metaller gerade so noch vor dem Absturz in die Unbedeutsamkeit. Seinen großen Auftritt hat er bei „Love on the table“ wo er glücklicherweise fast alleine singt und dadurch richtig gute Laune verbreitet. Schade das gerade dieser Song auf der beiliegenden SVCD fehlt. Dort darf man sich die selbstproduzierten, im Proberaum aufgenommenen Videos von drei der insgesamt sechs Songs zu Gemüte führen. Allzu viel erwarten sollte man von den Videos sicher nicht. Als nettes Gimmick ist die SVCD aber mehr als gelungen und solche Kleinigkeiten zeigen auch, dass sich die Band wirklich Mühe gibt. Wer solchen Experimenten bzw. Nischengenres nicht abgeneigt ist sollte mal reinhören. Wer mit Reggae allerdings nichts anfangen kann, darf Anodyne-29 getrost vergessen.

21.04.2004

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1 Kommentar zu Anodyne-29 - Phoenix

  1. keller sagt:

    Schlechter Reggae (bzw. Ragga Dancehall) trifft miesen Metal. Grandios…

    4/10