Antimatter - Saviour

Review

Galerie mit 12 Bildern: Prophecy Fest 2016 – Samstag – Antimatter

Mit der Band Antimatter meldet sich der ehemalige Anathema Bassist und Songwriter Duncan Patterson im musikalischen Kosmos zurück. Was er von Anathema zu Antimatter hinüber-„retten“ konnte oder wollte wird sich sicherlich mancher fragen. Und wer nach Parallelen sucht wird auch fündig. Allerdings sind es mehr Anspielungen, die liebgewordene Erinnerungen aufkommen lassen, als das Patterson mit „Saviour“ versucht seine eigene Vergangenheit retrospektiv abzuspulen. So versetzt in „Angelic“ die liebliche Frauenstimme von Michelle Richfield im Zusammenspiel mit der Akustikgitarre den Hörer zurück zu den Anfängen von Anathema und erinnert an „… and I lust“ von der The crestfallen EP sowie an „J’ai fait une promesse“ vom Album Serenades. „Going nowhere“ greift behutsam „A Dying wish“ des Silent Enigma Albums auf, wobei das beständig hintergründige Ticken einer Uhr andeuten mag, dass diese Zeiten endgülitg abgelaufen sind. Denn „Saviour“ ist ein vielfältiges Album geworden, das neben den erwähnten Anathema-Anklängen auch Vergleiche mit Portishead oder dem letzten The 3rd and the mortal Album zulässt. Im Laufe des Albums begegnet man vertippten Beats, rockigen sowie akustischen Gitarren und beklemmend abgründigen Klanglandschaften deren Atmosphäre Michelle Richfield und Hayley Windsor stimmlich immer gefühlvoll auffangen. Das letzte, akustische Stück „Over your shoulder“ führt noch einmal alte Weggefährten zusammen, denn auf diesem ist Anathema Gitarist Daniel Cavanagh zu hören. Aufgrund der gezeigten Stilbreite sollte „Saviour“ nicht nur für Anathema Fans interessant sein, sondern auch Liebhaber der bereits genannten Bands ansprechen.

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04.08.2002

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8 Kommentare zu Antimatter - Saviour

  1. Anonymous sagt:

    Mein absolutes Jahreshighlight (bisher) im "Nicht-Metal"-Bereich… Sehr empfehlenswert – ich liebe diese Scheibe !!

    10/10
  2. grimm sagt:

    warum macht sich der herr peth überhaupt soviel mühe mit dem review und verpasst ihm soviel text, wenn er doch in einer aneinanderfolgenden reihe sämtliche vergleichbaren, oder von diesen beeinflussten bands aufzählen könnte und damit das gleiche ergebnis seine reviews ereichen dürfte?? mich würde wirklich interessiern, wie sich in diesem fall ein asmondeus-review zu antimatter gelesen hätte, der diese musik verstehst (was ich bei peth auch nicht bezweifel), aber es ebenso versteht sie in einem review hautnah zu vermitteln und nicht nur irgendwelche vergleiche zu anderen bands zu ziehen, die -wenn man sie nicht kennt- einem wirklich nichts bringen, um die musik auf dem album nachvollziehen zu können – keine wertung!

  3. Anonymous sagt:

    zu dem clown über mir: jaja, ist ja gut, die männer mit den weissen jacken kommen gleich… zu dem album: Anders, als es oft dargestellt wird, oder viele vielleicht auch denken, hat die Musik von Antimatter wirklich nicht viel mit Anathema gemeinsam, ausser vielleicht, dass sie stellenweise auch etwas melancholisch ist. Antimatter sind eine experimentelle Band, wobei Anathema klar Doom Metal bzw. "Gothik Rock" sind/waren. Manche Songs auf Saviour bestehen hauptsächlich aus Synth-Effekten, die ziemlich beruhigend, manchmal auch ziemlich Hypnotisierend oder Angsteinflössend klingen. Im grossen und ganzen ist das Album eher von der relaxten Sorte, könnte auch Fans von neuerem The Gathering Material gefallen. 10 Punkte, um den Pandabären Liebhaber über mir auszugleichen.

    10/10
  4. Anonymous sagt:

    Dass der Ex-Anathema Mitglied hier seine musikalischen Hände im Spiel hat, hört man, trotzdem will ich diese VÖ mit Anathemas Leistungen nicht vergleichen. Mit Vocals wird es sparsam gearbeitet, man konzentrierte sich mehr auf den musikalischen Background, der im Vergleich zu Anathema moderner klingt & einen psychedelischeren Touch aufweist. Diese Scheibe charakterisieren vor allem melancholische Klänge, edle weibliche Stimme, eine eh‘ akustische Tendenz & gewisse Romantik. Portisheadseinflüsse bekommen wir auch, leider nur in einer etwas belanglosen Version…Es gibt ein paar wirklich gelungene Songs, die sowohl wunderschöne Melodiemögen, als auch gute Vocals verinnerlichen, aber auch solche, bei denen es einem nicht kalt genug wird, um sich ins Warme zu setzen und von der Melancholie mitreißen zu lassen und auch nicht warm genug, um alles in vollen Zügen zu genießen…Schade…liv

    7/10
  5. Tormentor sagt:

    im großen und ganzen ein sehr gelungenes debüt. aber wegen der mangelnden abwechslung und der vorhersehbaren songstrukturen, will ich dennoch nicht mehr als 7 punkte vergeben. p.s.: weshalb liv die angeblich nasalen vocals beklagt, bleibt mir ein rätsel. so etwas konnte ich beim bisten willen NICHT heraushören. die gute liv sollte sich mal ältere lacrimosa anhöhren, DAS sind echte, nasalae jammer-vocals…

    7/10
  6. Anonymous sagt:

    antimatter sind immer dann am besten, wenn die allzu schwülstigen keys im hintergrund bleiben und platz machen für die wirklich gut gelungene gitarren und bassarbeit. doch leider wird viel zu oft auf die in die dark wave/gothic ecke abzielenden effekte gesetzt, was das album stellenweise (besonders god is coming) belanglos macht. die weiblichen sängerinnen vermögen leider keine akzente zu setzen, was vieles gesichtslos erscheinen lässt. einen pluspunkt erhält aber mick moss für seine sparsam eingesetzten, gefühlvollen gesänge auf "over your shoulder" und "the last laugh". wer aber portisheadähnliche klänge erwartet, wird hier nicht fündig (weiss auch nicht, was da alle in dem album sehen). ich sehe allerdings viele ansatzpunkte, an denen antimatter anknüpfen können, um eine richtig gute band zu werden – für ein debut ordentlich, aber meine erwartungen wurden ob der beteiligten nicht erfüllt.

    6/10
  7. rabbitbert sagt:

    Nahezu genial !!! Aber noch steigerungsfähig. Wer Metal sucht, ist hier natürlich am falschen Platz. Ruhige hypnotisierende Klänge, teils aus TripHop, teils aus Anathema-Verwandschaft, teils aus Darkwave/Gothic/Elektro lassen ein unheimlich wohliges Gefühl beim Anhören dieser CD beim Hörer zurück, das ihn dazu verführt die CD nochmal reinzutun und danch wohl nochmal. Zum Aufwecken ist diese Musik wohl nichts, aber zum träumen. Antimatter ist IMMER stark, auch dann, wenn NICHT mit Gitarren und Bass gearbeitet wird. Die Stimmen passen wunderbar und es gibt auch an der Produktion nichts zu mäkeln. Schwülstig ist da gar nix. Wer viel Atmosphäre und Ruhe nicht aushält, der soll nicht gleich negativ kritisieren.

    9/10
  8. grimm sagt:

    wer diesem album mehr als 7 punkte gibt und sich vor lobeshymnen und angeblich noch nie dagewesener innovation nicht mehr halten kann, der kennt definitiv stina noch nicht, ebenso wenig wie portishead und andere gute trip-hop bands, die zeigen wie man das ganze deutlich dunkler und lange nicht so poppig und schmalzig darstellen kann. ich finde das album zum grossteil stinke langweilig, der gesang ist absolut 08/15 und man wünscht sich das original herbei, in diesem fall also portishead, dessen qualität nicht im entferntesten erreicht wird. diese negative kritik von mir deshalb, um die ganzen überschwänglichen lobeshymnen etwas zu differenzieren. zum anderen muss aber gesagt werden, dass antimatter hier ein ordentliches debüt-album abgeliefert haben und wenn sie die innovations-messlatte noch deutlich höhrer schrauben, mann in zukunft durchaus mit einer interesanten band rechnen darf. – grimm

    6/10