Anubiz - Unruh

Review

„Gothic trifft Metal – Melancholie trifft Aggression“- wow, rasend abwegige Mischung! Es gibt sie also immer noch, die typische Gothic-Metal-Band Marke Norwegen. Sängerin, tiefer Gesang, Keys noch und nöcher, wer braucht da noch Innovation?

Zumindest im Hause ANUBIZ offensichtlich niemand, denn deren Musik klingt einfach so dermaßen wiedergekaut, das macht echt keinen Spaß. Eine Engelsstimme am Gesang, so steht es in der Info, soll hier versuchen den geneigten Hörer zu verzaubern. Das dies ein schöner Zauber wird, wage ich aber zu bezweifeln, denn die hohen Vocals von Katrin sind auf Dauer einfach nur penetrant und nervig, nicht zuletzt, weil sie so dermaßen in den Vordergrund gemischt sind. Gegenpart ist dabei Jörg, welcher mit Gesinge der Marrrrrrrrrrke RAMMSTEIN für einen zusätzlichen Nervfaktor sorgt, der den „Genuss“ dieser CD noch um einiges zusätzlich schmälert. Unnötig zu sagen, dass auch die restliche Instrumentierung kaum der Rede wert ist, die Keys spielen das, was Keys in diesem Genre eben spielen, ab und an vernimmt man auch mal eine Geige und das Ganze wird dann durch fade Riffs und mäßiges Drumming begleitet.

Im Endeffekt will mir eigentlich nicht wirklich etwas Positives zu dieser Veröffentlichung einfallen, da sie ziemlich unnötig ist und allein schon durch die Gesangsdarbietung wirklich kein Klischee auslässt! Gewiss, den crazy Neugrufties mit Nietenhalsbändern, die ich immer an der Bushaltestelle sehe, wird dieser Kram sicherlich gut gefallen und ich sehe auch schon die ganzen Freaks beim Gruftiabend der örtlichen Dorfdisco dazu abtanzen und sich gegenseitig zuraunen, dass das ganz heißer Shit aus dem Underground ist. Mir, der keine Kunststoffledermäntel mag, keine aufgeschlitzten Arme hat und auch die Fingernägel gern fleischfarben trägt, ist das Ganze aber dann doch eine Spur zu durchschaubar und langweilig!

23.10.2007

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3 Kommentare zu Anubiz - Unruh

  1. Anonymous sagt:

    Pfui! Nicht noch so’n Theatre Of Tragedy Plagiat! Gibt es denn irgendwo ein anderes Genre, das so unglaublich ausgelutscht ist? Ich glaub sogar im Blümchen-Pop findet sich mehr Innovation.
    Aber… *räusper*: Das Review ist beleidigend gegenüber jüngeren Leuten mit Nietenhalsband, die oft Bus fahren! ^^ Das nehm ich jetzt persönlich – wo sind wa denn hier: Musikgeschmäcker von Menschen anhand von Nietenhalsbändern zu erkennen glauben und zu erniedrigen… Tzz.
    Aber nagut – ist ja passend zur CD: Theatre Of Tragedy Plagiate mit Rammstein "R" und fader Keyboardsynthetik und alle unter 20 mit schwarzen Klamotten hören HIM. Und nicht zu vergessen Anubiz auch. Aber sind Klischees nicht schön? ^^

    1/10
  2. Anonymous sagt:

    " … eine Spur zu durchschaubar und langweilig!" Aber hallo, völlig richtig. Stimmt genau. Trifft aber eher auf dieses Review zu! Sorry Kollege, aber ich wünsche dir weiterhin erholsamen Schlaf. Nacht!

    10/10
  3. Anonymous sagt:

    Danke, wieder eines von diesen von Aversionen durchtränkten Reviews, die niemand braucht. Danke, daß wieder einmal daran erinnert wird, wie überflüssig Gothic Metal ist. Danke, daß dieses Review außer Gehässigkeit nix brauchbares enthält. Wer die letzte Vanita smochte, wird auch mit diesem Album glücklich. Als Anspieltip empfehle ich "Mondlicht".

    Grüße: Der Herr Kröte

    8/10