Any Given Day - Overpower

Review

Galerie mit 15 Bildern: Any Given Day auf dem Knockdown Festival 2018

Als ANY GIVEN DAY vor sechs Jahren die internationale Metalcore-Bühne betraten, hatten sich die meisten Zuschauer eigentlich schon verabschiedet und die Szene-Polizei war bereits damit beschäftigt, die Halle auszufegen. ANY GIVEN DAY, ganz die tüchtigen Kerle aus Gelsenkirchen, legten sich trotzdem ins Zeug. Musikalisch begabt und gut vermarktet schaffte es die Band zwar nicht ganz an die Spitze, sicherte sich aber einen Platz im vorderen Feld hinter Bands wie KILLSWITCH ENGAGE und CALIBAN.

Durch „Overpower“ wird dieser Status weiter zementiert. Zwar erfinden ANY GIVEN DAY den Metalcore nicht neu, sorgen aber mit viel Spielfreude und Können für gute Unterhaltung, auch wenn leider nur wenige Songs wirklich hängen bleiben. Das aktuell angesagte Wechselspiel zwischen ultraharten Riffs und supersoften Refrains beherrscht die Band gut, klingt dabei zudem nicht so künstlich wie andere Genrevertreter, die sich oft mit Sounds aus der Dose helfen müssen.

ANY GIVEN DAY – Harte Riffs und mitreißende Refrains

Dies ist vor allem Frontmann Dennis Diehl zu verdanken. Der Muskelberg präsentiert sich einmal mehr als vielseitiger Vokalist, der sowohl tiefe Growls rauswürgt, als auch mitreißende Strophen singen kann. Seit der ohnehin schon guten Leistung des Sängers beim Cover von RHIANNAs „Diamonds“, mit dem der Band damals der Durchbruch gelang, hat er sich auf „Overpower“ noch einmal ein hörbares Stück weiterentwickelt.

Ebenso kann die Gitarrenarbeit überzeugen, auch wenn ANY GIVEN DAY eher gradlinige Musik schreiben, stumpfe Riffs und simple Melodien deswegen natürlich etwas häufiger zu hören sind, als verspielte Riffs und knackige Soli. Diese sind an den passenden Stellen allerdings vorhanden und bringen etwas Abwechslung in „Overpower“. Von den am Anfang der Karriere noch vereinzelt auftretenden Djent-Einsprengseln, hat sich die Band aber zum Glück verabschiedet.

„Overpower“ – Nah dran am großen Wurf

Wo ist jetzt das Haar in der Suppe? Nun, ANY GIVEN DAY bewegen sich inzwischen ohne Frage auf einem hohen Niveau, wobei die Band vor sechs Jahren bereits sehr souverän gestartet ist. All das Potenzial bringt jedoch nur wenig, wenn es genutzt wird, um altbekannte Metalcore-Schoten aufzuwärmen. So bleibt „Overpower“ ein handwerklich gutes Album, dem es aber an wirklich zündenden Ideen mangelt.

In diesem Punkt sind ANY GIVEN DAY aber ein Stück weiter, als auf dem Vorgänger „Everlasting„. Die eigenen Stärken überwiegen, nicht die Orientierung an den großen Vorbildern. Ansonsten kann man sich dem damaligen Fazit anschließen. Für Fans von KILLSWTICH ENGAGE oder natürlich ANY GIVEN DAY selbst, ist „Overpower“ ein Ohrenschmaus – die ganz große Glanztat fehlt aber noch.

14.03.2019

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Any Given Day auf Tour

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2 Kommentare zu Any Given Day - Overpower

  1. ClutchNixon sagt:

    Gut produzierter, recht ordentlich gespielter, generischer Scheiß. Das konsumiert sich schnell und wird noch schneller wieder vergessen.

  2. Tsurugi85 sagt:

    Richtig geile Platte, etwas anderer style aber immer noch AGD, läuft dauerschleife.

    9/10