Ars Manifestia - The Enchanting Dark's Arrival

Review

ARS MANIFESTIA. Italien. Black Metal. Ein-Mann-Band. Was ganz Revolutionäres! Doch siehe da, immerhin spielt Harmful weder „Suicidal“ Black Metal, der sich im Alleinunterhaltergeschäft scheinbar nach wie vor ungebrochener Popularität erfreut, noch setzt er einen Siliciumschlagwerker ein. Glück gehabt, denn derlei Käse kann und will ich mir mittlerweile wirklich nicht mehr antun.

Umsonst gefreut habe ich mich allerdings trotzdem, denn viel besser als das Durchschnitts-Machwerk eben zitierter Gattung ist „The Enchanting Dark‘s Arrival“ dann auch wieder nicht. Geboten wird recht schneller und vor allen Dingen ziemlich melodischer Black Metal mit eindeutig skandinavischer Note. Der Sound ist rau und ungeschliffen und hat einen ganz charmanten Proberaumcharakter, vom typischen Ein-Mann-Band-Klang mit direkt in den heimischen PC gestöpselten Gitarren ist also weit und breit keine Spur. Störende Spielfehler sind nicht auszumachen, überraschenderweise selbst beim Schlagzeug nicht – eigentlich wäre das wirklich nicht weiter erwähnenswert, aber gerade bei Soloprojekten ist das mit den spieltechnischen Fähigkeiten bekanntlich immer so eine Sache.

Erste Schwächen lassen sich beim schwachbrüstigen und etwas monotonen Gesang erkennen, doch ansonsten sind die ersten Minuten des Openers und gleichzeitigen Titeltracks noch ganz manierlich. Mit der Zeit erscheint mir der Aufbau des Stückes jedoch immer willkürlicher und zusammenhangsloser – ein bestenfalls mittelmäßiges Riff jagt das nächste, einige Melodien sind zudem seltsam fröhlich und wirken dadurch ganz besonders deplatziert. Nächster Track, selbes Spiel. Hier ein Break, dann Vollgas, da noch ein Break. Was soll mir das alles bloß sagen? Angesichts der wirren und sprachlich, äh, ausbaufähigen Texte wage ich zu behaupten, dass Meister Harmful das selber nicht so genau weiß. Da kopuliert der Mond mit der Nacht, da kotzen die Sterne und der gute alte Gehörnte wurde natürlich auch nicht vergessen.

Ein gänzlich hoffnungsloser Fall ist ARS MANIFESTIA nicht, da die eine oder andere Passage doch zu gefallen weiß (die cleanen Gitarren sind z.B. nicht übel), aber Harmful sollte die hauseigenen Qualitätskontrollen drastisch verschärfen und unnötiges Füllmaterial über Bord werfen. Bis dahin heißt es erst einmal: Er hat sich Mühe gegeben.

18.11.2007

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