Kein Cover

Astray - Promo 2002

Review

Wieder einmal schallt es düster aus dem Land der tausend Seen herüber… diesmal jedoch sind es der Urheber lediglich zwei, die dazu nicht gerade auf leisen Sohlen den Weg auch in südlichere Gefilde antreten. Während sich Mastermind Markku Pääkkönen sämtlicher (!) Instrumentierung angenommen hat und damit zu keiner Zeit überfordert wirkt, ergießt Vesa Moilanen sein schmerzverzerrtes Kreischorgan über den sinistren Sud, der nach allen Regeln der Kunst der fin(n)ster-melancholischen Seite der Nordlichter huldigt. Eine winterliche Dark Metal-Offensive abseits der finnischen Gothic-Dukatenmulis, der ein harter Harschschnee aus vereisten Gitarren zugrunde liegt. Hie und da heben sich dunkle Wurzeln aus Bass und Drums von der frostigen Masse ab und auch etliche phantasievolle Gitarrensoli bieten farbige Auflockerungen, die auch der Neuschnee aus unaufdringlichen Synthies nicht bedecken will. Überhaupt ist die Keyboardarbeit nahezu stets präsent, hin und wieder melodieführend, jedoch niemals plakativ oder aggressionsschwächend. Nicht selten blinzeln Assoziationen zu THYRFING aus der Kälte; die stärkste Kraft jedoch liegt einmal mehr in der Ruhe, in der besonnenen Stille fallender Flocken, auf die gerade in „Welcome To The Cult“ der Blick von Synthies und hier auch (sehr stark!) des cleanen Gesangs schweift und die Kälte per Gänsehaut vermittelt. Angesichts dessen, dass diese komplett eigenproduzierte Promo nur eine Kostprobe des bereits in den Startlöchern harrenden Full Length-Debüts darstellt und auch der Produzentenschmiede unvollendet entrissen wurde, entfaltet dieser schon satt schallende Appetizer seine beabsichtigte Wirkung bei mir voll und ganz und umhüllt mich für immerhin 17 Minuten mit seinem schneidenden Hauch. Schon für diese Leistung des finnischen Zweigestirns würden 8/10 Zapfen aus den schneebebürdeten Tannen fallen, schlösse man von ihr auf das komplette zu erwartende Album. Ziehen wir uns also warm an…

27.11.2002

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