Bad Religion - No Control

Review

Galerie mit 10 Bildern: Bad Religion - Punk in Drublic Festival 2018

Blast From The Past

Die Frage nach dem besten Album in der Geschichte von BAD RELIGION dürften die meisten Punk-Fans wohl mit einem lauten „Suffer“ beantworten. Die 1988 erschienen Platte ist ein unumstößlicher Klassiker, der den Sound der Band für alle Zeit definiert hat. Dabei haben die Jungs nur ein Jahr danach ein weiteres Meisterstück hinterher geschoben. Vorhang auf für „No Control“.

BAD RELIGION haben einen Plan

Das meiste Material für die Platte hat die Band während der Tour zu „Suffer“ geschrieben. Anstatt einen externen Produzenten für die Aufnahmen zu engagieren, übernehmen die Musiker die Sache gleich selbst. Ganz entgegen dem Titel haben BAD RELIGION auf ihrem vierten Album also alles unter Kontrolle. Die Erfolgsformel von „Suffer“ wird dabei im groben wiederholt. In weniger als einer halben Stunde kloppen Sänger Greg Graffin, Gitarrist Brett Gurewitz und ihre Mannen 15 Hymnen runter, die sich irgendwo zwischen Punk Rock und melodischem Hardcore bewegen. Stets eingängig, aber nie zu poppig überzeugen „Big Bang“, „I Want To Conquer The World“ oder der Titelsong mit griffigen Hooklines und knackigen Riffs.

„No Control“ hat mehr zu bieten

Das soll allerdings nicht heißen, dass BAD RELIGION hier bloße Selbstkopie betreiben würden. Mit dem arrhythmischen „Automatic Man“ oder dem lethargischen „Sanity“ gibt es auf „No Control“ auch die ein oder andere Überraschung. Trotzdem werden BAD RELIGION natürlich nicht plötzlich zur Prog-Gruppe, dieses Experiment ist schließlich schon 1983 mit „Into The Unknown“ schief gegangen. Vielmehr fügen sie ihrem bewährten Rezept einfach die richtige Würze hinzu, um es noch geschmackvoller zu machen.

„No Control“ hebt BAD RELIGION auf das nächste Level. Die Kaliforniern sind noch eingängiger, noch griffiger und schlicht noch einen kleinen Ticken besser als je zuvor. 15 Tracks lang perfektionieren sie ihren Sound bis ins letzte Detail. Dementsprechend gut verkauft sich „No Control“ und markiert damit den endgültigen kommerziellen Durchbruch der Band. Zudem rekrutiert der Hitsong „You“ Anfang der 2000er Schaaren neuer Fans, als er Teil des Videospiel-Soundtracks von „Tony Hawk’s Pro Skater 2“ wird. Somit ist „No Control“ gleich in zweifacher Hinsicht ein besonderes Album in der Banddiscografie.

18.07.2018

"Irgendeiner wartet immer."

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1 Kommentar zu Bad Religion - No Control

  1. Bluttaufe sagt:

    Ich weiß auch nicht, aber die haben das gewisse Etwas. Liegt es an Greg Graffin seinen nasalen Gesang, der dem Ganzen eine melancholische Note verleiht? Mitnichten! Wobei ich – obwohl ich nicht alle Alben habe – das eine oder andere Album für BAD RELIGION Verhältnisse („No Substance“) eher mau finde
    „No Control“ ist so ein Ding, das knallt von Anfang bis Ende!

    9/10