Cor - Seit Ich Die Menschen Kenne, Liebe Ich Die Tiere

Review

Das neueste Werk der vier Trashrockterroristen aus Rügen trägt den viel sagenden Namen „Seit Ich Die Menschen Kenne, Liebe Ich Die Tiere“. Damit dürfte direkt klar sein, dass es hier sozial- und gesellschaftskritisch zur Sache geht.

Thematisiert wird hierbei alles Mögliche, von Kindesmissbrauch über die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen arm und reich hin zu dem Verhältnis der westlichen „Luxusnationen“ zu den Dritte-Welt-Ländern. Allerdings gibt es zwischendurch auch mal etwas textliche Abwechslung, lässt sich sogar eine Lobeshymne auf Gottvater Lemmi von MOTÖRHEAD finden. Gesungen wird natürlich nur auf Deutsch.
Damit wären wir dann auch direkt schon bei dem musikalischen Aspekt dieser Scheibe.
Geboten wird Hardcore-Punk mit einer Prise Thrash Metal und einer gehörigen Punk-Attitüde, die sich hauptsächlich an den Texten festmachen lässt.
Vergleichbar ist es musikalisch in etwa mit SUICIDAL TENDENCIES, manchmal kommen meines Erachtens sogar ein paar Anleihen an alte SCHWEISSER-Zeiten zu Tage. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als Trashrock.
Allerdings lassen sich die vier Nordmänner davon nicht einschränken, gibt es doch sogar zwei Lieder im Ska-Stil zu finden und ein im Vergleich nahezu episch erscheinendes Stück namens „Engel“ – meines Erachtens das gelungenste Stück auf dem Album.
Und nicht zu vergessen die Lemmi-Lobeshymne namens „Gott“, die auch musikalisch eine Ode an MOTÖRHEAD darstellt – sogar mit dem ein oder anderen musikalischen Zitat.

Soviel zu den positiven Aspekten. Hier die negativen:
Da wäre zum einen der Gesang von Sänger Friedemann, an dem sich die Geister scheiden dürften. Mir persönlich sagt seine Stimme nicht so sehr zu, hat sie doch eher etwas Punkhaftes. Vor allen Dingen wird es da mit dem Treffen von Tönen an einigen Stellen nicht ganz so ernst genommen, was sich wieder mit der Punkattitüde erklären ließe.
Zum anderen gibt es neben den Skamusikern hier und da auch Gastsängerinnen zu hören. Das ist weiter nichts Schlimmes. Was aber doch merklich auffällt, ist, dass sich die Gastmusiker selten in den Gesamtklang einfügen und sobald sie auftauchen etwas alleine dastehen. Das geht leider zu Lasten der sonst guten Produktion, die an diesen Stellen dann nicht mehr ganz so satt ausfällt. Also insgesamt eine etwas schwankende Produktion.
Des Weiteren ist die musikalische Leistung ’nur‘ in Ordnung und klingt an manchen Stellen ziemlich uninspiriert. Da wäre spielerisch sicher noch mehr drin gewesen.

Insgesamt ist es aber dennoch eine solide Leistung. Wenn die Band es jetzt noch schafft, das eine oder andere Manko abzustellen, werden wir in Zukunft sicher noch Einiges von ihnen zu hören bekommen. Auch so dürfte die vorliegende Scheiblette schon einige Punkfreunde begeistern.

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28.02.2009

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