Doomed And Disgusting - Satan's Nightmare (Re-Release)

Review

Krach! Lärm! Bumm! DOOMED AND DISGUSTING nennt sich dieses australische Projekt des Alleinunterhalters Dave Slave (in der Pubertät hätte ich das Pseudonym vielleicht auch witzig gefunden). „Satan’s Nightmare“ ist das zweite Album unter jenem Banner (2005 erschienen, im September via Nuclear War Now! Productions auf Vinyl wiederveröffentlicht). Schon das formelle, von Pseudonym über Bandname und Albumtitel bis hin zum Cover-Artwork deutet also an: Bei diesem Album wird es sich um Trash handeln!

Und wie das mit Trash nunmal ist: Auch wenn’s Spaß machen kann, ist das irgendwie scheiße. Ich möchte dem Herrn Dave Slave gar nicht absprechen, mit augenzwinkernder Ironie an „Satan’s Nightmare“ herangegangen zu sein – aber was bringt das, wenn die Musik sich über die volle Spielzeit an einfachsten Mustern orientiert und bisweilen unfreiwillig komisch klingt? (Zum Beispiel wenn beim „Klargesang“ mittels Pitching die weniger starken gesanglichen Qualitäten überspielt werden sollen oder, falls das nicht der Fall ist, es sich wohl einfach kacke anhören soll.)

Bis hierhin liest sich diese Review wahrscheinlich wie ein Verriss, und ja, mein erster Eindruck von DOOMED AND DISGUSTING und „Satan’s Nightmare“ war: Boah, ist das kacke! Aber nein: „Torture Chamber“ hat ein nettes Riff, „Murder In The Dark“ kann durch Eingängigkeit aufhorchen lassen, und „The Graveyard Song“ klingt richtiggehend finster. Kompletter Müll ist es also doch nicht, was Dave Slave da fabriziert hat. Trotzdem, dieser billigste Versuch, Doom Metal mit Black-Metal-Attitüde und Horrorfilmflair zu vereinen, ist nur Leuten mit offenem Ohr für Trash zu empfehlen.

31.10.2014

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