Drowning Deep - Human Decay

Review

Kurz notiert

DROWNING DEEP sind eher von der langsamen Sorte, unfreiwillig. Gegründet 2008, hat man nach unzähligen Line-up-Wechseln nun zwölf Jahre später mit „Human Decay“ das erste musikalische Lebenszeichen auf Platte als EP im halbstündigen Umfang heraus gebracht.

Es wird ein bunter Mix aus vielen Stilen geboten, deren Grundlage grooviger, im Midtempo verwurzelter Metal ist. Auch gesanglich wird sich um Abwechslung bemüht, von Cleans über „Yeah, yeah“’s mit James-Hetfield-Gedächtnis-Charakter , als auch Screams und Growls. Auch die Musik versucht sich in Abwechslung. Hin und wieder mit Goth-Verzierungen durch Key-Einlagen oder an Melo-Death angelegte Leads hin zu Thrash-Einflüssen. Allerdings sind weder Vocals noch Songwriting auf einem überzeugenden Niveau angesiedelt.

Es wirkt teilweise sogar unfreiwillig komisch, wie die Flüstereinlagen im Chorus von „Gravity“ oder die ollen Stöhner in „Jump in the Fire“. Nicht sexy und auch nicht spannend. Songs die nicht recht aus dem Quark kommen, teilweise hörbar unsauber gespielte Parts, kein richtiger Flow durch die Songs über EP-Länge, auch wenn vereinzelt durchaus nette Parts zwischendrin dabei sind. Kein einziger Aspekt überzeugt auf „Human Decay“ vollkommen. Das Outro hätte man sich ebenfalls komplett klemmen können, da überhaupt nicht irgendwie zusammenhängend mit dem Rest der EP. Der Keyboarder wollte wohl noch einen Solotrack drauf haben.

Nach solch einer langen Zeit am Feilen der ersten Veröffentlichung lässt das ganze doch ein wenig zu wünschen übrig und verbleibt auf gutem Schülerband-Niveau. Bei der nächsten Veröffentlichung  fließt die Erfahrung mit „Human Decay“ dann hoffentlich in bessere Songs, soll heißen bessere Produktion, dem Arbeiten an Stimme und instrumentalen Fähigkeiten, so wie Songwriting.

09.02.2020

"Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann." - Wau Holland -

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