Dunkelschön - Irfind

Review

Nur knapp ein Jahr nach „Torenvart“ nehmen uns die vier Spielleute von DUNKELSCHÖN mit „Irfind“ auf eine weitere Zeitreise und verzaubern mit feinfühligen Klangkreationen und verträumten, leicht melancholischen Folkmelodien, die sowohl den Glanz eines angenehm warmen Sommertages als auch den frühen Morgentau im Herbst beschwören oder zum Tanze um ein Feuer einladen.

Dabei erweist sich „Irfind“ als äusserst facettenreich und ausgewogen. Denn neben den bandeigenen Kompositionen wie dem dynamisch klingenden Opener „Madikeijla“ voller Feierlaune, dem betörenden „Iswind“, dem zum Träumen einladenden, mittelalterlich klingenden Instrumental „Harfenritt“ und den mit Harfen- und Flötenklängen angenehm dosierten „Dornenweich“ und „Nebel in den Weiden“ finden sich auch traditionelle Werke der Historie wieder. So stammt „Der Mond“ im Original aus der Feder von Friedrich Rückert und wurde mit nur minimalstem Instrumenteneinsatz zu einer unschuldigen Ballade voller Anmut und Schönheit. Ähnliches haben DUNKELSCHÖN auch mit „Uti Rosen“, einem traditionellen schwedischen Volkslied, und bei der alten deutschen Volksweise „Ade mein Lieb“ vollbracht, mit welchem das Album schliesslich sanft ausklingt. Mit „Iddadh’n’Duir“, einem keltischen Baum-Ogham (hierbei handelt es sich um Baum-Magie) von Ulrich von Winterstetten und Neidhardt von Reuental, wie ich mir hab‘ sagen lassen, und „Sator Arepo“, einem alten Palindrom von Carmina Burana, gibt es auch noch zwei tanzbare, aussergewöhnlich intensive Songs, bei denen die liebliche Sängerin Vanesse Istvan gelegentlich von männlicher Stimme begleitet oder sogar wie in „Nebel in den Weiden“ feinfühlig im Duett unterstützt wird.

„Irfind“ ist ein beeindruckendes Klangerlebnis mit sehr viel Liebe zum Detail, wunderbaren Arrangements, zielsicherer Instrumentierung und einer glasklar klingenden, amtlichen Produktion, die wunschlos glücklich macht. Wer mystischen Folkklängen offen gegenüber steht, dem wird dieses Album eine magische Begegnung mit längst vergangenen Welten offenbaren.

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19.07.2007

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1 Kommentar zu Dunkelschön - Irfind

  1. steffen sagt:

    was ist denn das für ein bescheuerter Bandname?…ich glaube, ich muss gleich kotzen…

    5/10