Empyrium - Weiland

Review

Galerie mit 7 Bildern: Empyrium - Prophecy Fest 2019

Das ist wohl vorneweg über das neue (und wohl auch letzte) Empyrium-Album zu sagen: Es ist natürlich grandios, tiefgehend und ergreifend. Soviel sei also schon einmal gesagt und dürfte eigentlich so gut wie keinen Leser dieser Zeilen sonderlich überraschen, denn wer Empyrium kennt, weiß, wie hoch Künstler und Publikum den Maßstab gesetzt haben, nicht zuletzt eben wegen WHERE AT NIGHT THE WOOD GROUSE PLAYS. Schön, daß Ulf Theodor Schwadorf aka Markus Stock nicht den Fehler macht, daß vielgelobte letzte Werk einfach zu reproduzieren, aber auch hier war wohl nichts anderes zu erwarten. Vielmehr ergeben die meist akustischen Songs nun durch Zuhilfenahme von Schlagzeug, Streicher und Keyboard eine weit variablere Dimension, als dies noch auf dem Vorgänger der Fall war. Auch die bewußte Beschwörung der Naturmystik ist prächtig ausgeführt, dumpfe Schritte hallen auf Laub wieder, Blätter rieseln sanft zu Boden und der Wind trägt jeden Laut in die Unendlichkeit. Doch genau hier fängt auch schon das „aber“ an, welches in Gedanken an den ersten Satz dieser Rezension angeschlossen werden kann: Der Pathos wirkt manchmal etwas schwülstig, der prätentiös wirkende (und zweifellos kunstvolle) Gesang von Thomas zerreißt zeitweise die doch so fragile und auf das Schlichte pochende Atmosphäre, versetzt ihr genau im falschen Augenblick einen Stoß in eine Richtung, die sich einfach nicht harmonisch einfügen will. Auch die Texte wirken zuweilen bemüht, Banal-Lyrik der Marke „kein Weg, kein Steg“ weisen nicht gerade auf tiefschürfende Bilder hin, die durchaus hier vorhanden sind, wie eben das hier noch einmal fulminant in Szene gesetzte „Schwäne im Schilf“ beweist, auch wenn das Flüstern der ersten Fassungen leider kaum noch übernommen wurde. Die wahren Momente des Albums entfalten sich besonders beim Einsatz der Streicher, die immer besonders die kräftigen wie auch die stillen Stellen zu betonen wissen. Es ist also durchaus ein würdiges Finale, welches hier präsentiert wurde, wenn auch einige Makel diesen Abschluß überschatten. Eins ist jedoch sicher: Auch wenn Emyprium nicht mehr sein werden, ihre Musik wird weiter Bestand haben und das ist in diesem Falle keine platte Binsenweisheit. (Link)

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10.04.2002

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26.05. - 28.05.22metal.de präsentiertDark Troll Festival 2022 (Festival)Äera, Agrypnie, Barbarossa Pipes & Drums, Baumbart, Black Messiah, Cân Bardd, Carach Angren, Crom, Dark Seal, Ellende, Empyrium, Galar, Grimner, Helheim, Helsott, Khors, Nocte Obducta, Obscurity, Ruadh, Sojourner, Syn Ze Sase Tri, Thrudvangar, Totenwache, Uprising, Vermilia und WolfchantBurgruine Schweinsburg (Bornstedt), Bornstedt

12 Kommentare zu Empyrium - Weiland

  1. Anonymous sagt:

    gut, die promo CD kenn ich nun schon. also kann ich als erster die CD bewerten – juhu! sehr schön was hier geboten wird, auch wenn die grenze zwischen kitsch und kunst hier viel näher aneinender liegt als bei der "where at night…" kann nur hoffen, dass auch auf der 3CD-version noch gutes songmaterial vorhanden ist, denn manchmal beschleicht mich beim hören ein flüchtiges gefühl der langeweile… was solls…ich bin recht glücklich mit dem album und fenris wird empyrium mehr hassen als je zuvor…*hehe

    8/10
  2. Anonymous sagt:

    Wunderschön… Klänge die berühren! Von wegen Kitsch, ich denke, es ist genauso wie es sein soll… alle passt ineinander! Besser kann man seinen abschließenden Triumph nicht darbieten! Wenn’s mehr als 10 Punkte gäbe… dann hätte ich noch mehr gegeben! ~nEG~

    10/10
  3. Markus sagt:

    Schwadorf sezt sich selbst ein Denkmal. 10 Punkte sind zuwenig!

    10/10
  4. Holger sagt:

    das werk ist zweifelsohne wunderschön und voller eleganz… allerdings erinnert es mich nicht selten an "kauan" von TENHI… bestimmte passagen wirken denen tenhis sehr ähnlich. aber ansonsten ist weiland ein meisterwerk obwohl ich mir sehnlichst wünschte dass in die richtung von "songs of moors & misty fields" weiter gegangen wär. aber alles kann man/frau nunmal nicht haben 😉 http://www.page-of-thoas.de.vu

    8/10
  5. Stian sagt:

    Ein grandioses Meisterwerk, das man kaum in Worte fassen kann. Man kann sich einfach darin verlieren und träumen, denn es weckt tiefste Emotionen. So zart, so traurig, gleichzeitig beruhigend und hoffnungsvoll. Hier passt alles zusammen, auch der angeblich vor pathos triefende Gesang. Herausheben kann man eigentlich kein Lied, da man einfach das Album am Stück hören muss. Schwadorf hat sich selbst übertroffen, wobei der subjektive Eindruck eine große Rolle spielt: manchen gefällts, manchen überhaupt nicht! ich gehöre zu ersterem, deswegen 10 Punkte! weniger hat es meiner Meinung nach beileibe nicht verdient!

    10/10
  6. Anonymous sagt:

    Ein sehr schönes Album, teilweise leider ein bischen langweilig. "Songs of moors & misty fields" ist mir aber doch noch das liebste Empyrium Album

    8/10
  7. rumos sagt:

    can someone please write here the full track list of weiland?

    5/10
  8. stativision sagt:

    ganz nett, die naturmystikgroupies haben natürlich ihre meister wieder, aber durchleuchtet ist dieses album besonders nach den grossmauligen kommentaren seitens der band recht enttäuschend. das erste drittel ist zwar atmosphärisch halbwegs gelungen, aber da ist nichts, was nicht vorher von empyrium besser dargeboten wurde. die wenigen ideen werden dazu ausgewalzt, bis sie einem an den ohren rausquillen – echt nichts besonderes und nach dem zweiten hören langweilig – wobei die texte die musik teilweise noch unterbieten. der zweite teil ist da schon besser, kann durch ansprechendes songwriting und den guten songaufbau punkten, die atmosphäre ist hier ebenfalls dichter, der text ist gut der musik angepasst, definitiv der höhepunkt. der letzte part rutscht wieder ein wenig ab, aber flügelspiel schön. ansprechen muss man aber die gnadenlose abzocke: erst die vorveröffentlichung der teuren EP, dann die normale version, zu guter letzt die 3CD-version, die absoluter mist ist: die drei kapitel auf jeweils einer CD und KEIN bonusmaterial, noch nichtmal ein besonderes artwork, der letzte scheiss. noch ein wort zum artwork: cover ist gut, der rest sehr einfallslos und nichtmal besonders schön gelungen.

    5/10
  9. dasmihi sagt:

    Das Review trifft wie die Faust aufs Auge. Gebe aber einen Punkt mehr. So. An Empyrium kommt eh keiner mehr vorbei, wie auch. Sie haben das Denkmal gesetzt und nu steht es dort für die Ewigkeit. Unüberseh..ähm..hörbar.

    10/10
  10. grimm sagt:

    wird zeit das ich meiner absoluten fave-band und ihrem letzten werk auch mal meine meinung aufdrücke und die wird garnicht so euphorisch ausfallen, wie mancher vielleicht erwarten. die vorgänger-alben waren alle 10er kandidaten, ohne wenn und aber! entsprechend hoch waren meine erwartungen und diese wurden zum teil auch erfüllt, eine enttäuschung blieb mir erspart, aber so 100%ig zufrieden bin ich nicht damit. negativ fallen mir einige keyboard-percussion-sounds auf, teilweise wirken sie einfach zu künstlich und zu billig, das ist bei der thematik des albums, der gesammten empyrium-atmosphäre nicht so leicht verschmerzbar. im ersten teil wird zudem der kitsch etwas zu hoch angeschraubt und chöre zu exzessiv gebraucht. auf der anderen seite steht da ein übersong wie waldpoesie, in einer märchenhaften geschichte der art *peter und der wolf wird der höhrer 14 minuten lang von einem fröhlichen, licht durchfluteten wald, in tiefste blair witch phantasien entführt. ein video dazu wäre völlig unnötig, denn niemals zuvor wurden bilder so klar und tiefgreifend vor dem geistigen auge vermittelt. dieser, auf der zweiten cd alleine verweilende song, verdient defintiv die 10er punkte marke und ist ein klassiker sondergleichen, der schwer zu toppen sein wird, egal von wem! der dritte teil wird durch einen ähnlich starken song eingeleitet, *die schwäne im schilf kannte vielleicht der eine oder andere schon, für weiland wurde der song überarbeitet und das ergebnis ist gerade wegen dem krächzenden gesang ein völlig neues erlebnis – finster, romantisch, naturverbunden. um auf jedes einzelne detail von weiland einzugehen fehlt mir die ausdauer, das album sprüht nur so von genialen, vielzähligen ideen, dass es teilweise schon einer übertreibung gleicht. vielleicht auch ein kleiner minus-punkt, denn *where at night… brachte mit wenigen elementen die thematik exakt auf den punkt. insgesammt also ein sagenhaftes werk, ein würdiger emyprium-abschluss und die hoffnung, dass schwadorf empyrium nur kurzzeitig auf eis gelegt hat um neue inspiration zu sammeln und bald wieder (vielleicht sogar mit e-gitarren?) neues empyrium output liefert! 7 p. heidestimmung / 10 p. waldpoesie / 9 p. wassergeister. – grimm

    8/10
  11. Anonymous sagt:

    wo viel licht ist, ist auch viel schatten. teilweise etwas durchwachsen und ans kitschige grenzend sind die neuen lieder von empyrium. manchmal wäre etwas weniger mehr gewesen. aber: ein lied wie "waldpoesie" entschädigt auch dafür. überhaupt gefallen mir die beiden letzten teile besser als der erste. im großen und ganzen ein würdiger abschied – aber nicht das erhoffte meisterwerk.

    8/10
  12. dr.miezo sagt:

    ich glaube,über dieses werk wurde schon alles beigetragen.was ich nur losswerden will ist,dass sie meines erachtens nach genau im richtigen Moment aufgehört haben.Der eigene unverkännbare styl war nun geschaffen und der sound perfektioniert.In welche richtung wäre diese band wohl mit ihrem schaffen gegangen.zu banal und überproduziert neme ich mal an ,aber das könnte man erwarten,wenn man sich schwadorfs neue projekte anschaut.an dem gipfel ihres schaffens und der durchbruch zum wege des erfolges war es weise loszulasen und dieses kapittel abzuschliessen.dieser mann verdient respekt von mier und es ist auch die grandioseste komposition von ihnen.Weiland ist ein mus und verdient einen ganz grossen platz in meinem herzen.

    10/10