Phoenix - Enemy Inside

Review

Grafik Soundcheck Platz 22

Mit dem gleichnamigen DREAM THEATER-Song haben ENEMY INSIDE zwar wenig zu tun, jedoch dürfte auch diese Band die Musiker zu ihrer Leidenschaft gebracht haben. „Phoenix“ ist ein Album, das neugierig macht. Mit Sängerin Nastassja und ihrer Stimmgewalt ist gute Unterhaltung garantiert. Obwohl sich die Band erst 2017 formierte, liegt nun bereits ein abendfüllendes Album vor, das sich hinter anderen Veröffentlichungen des Genres nicht verstecken muss. Ganz im Gegenteil, es stellt sich wohl eher die Frage, ob wir hier das nächste „große Ding“ serviert bekommen.

Der Feind in uns allen – ENEMY INSIDE

Das erste Pfund liefert die Band gleich zu Beginn mit „Falling Away“ ab. Satte Riffs, die mit der unwiderstehlichen Stimme von Nastassja richtig Drive aufnehmen, sind die herausragenden Merkmale dieses Beitrags. Verschnaufpausen oder gar Ruhe sucht man bei ENEMY INSIDE vergeblich. Der geneigte Zuhörer hat kaum durchgeatmet, da powert auch schon der Titeltrack „Phoenix“ aus den Boxen und erschafft ein Symphonic-Metal-Gewitter, wie man es sonst nur von den bekannten Szenegrößen kennt.

Deutlich gitarrenlastiger zeigt sich „Lullaby“. Mit einem klassischen Gute-Nacht-Lied hat dieser Song so gar nichts gemein. Die Atmosphäre ist eher düster, hellt dann auf, um dann sofort wieder in tiefes Schwarz abzugleiten. Mit dem packenden Duett „Doorway To Salvation“ geht diese Zusammenstellung in die nächste Runde. Gastsänger ist Georg von SERENITY, der für seine einzigartige Stimme bekannt ist. Eine großartige Nummer, die ein absoluter Anspieltipp ist. Mit „Angel’s Suicide“ ist der Band ein großer Wurf gelungen. Hier dürften insbesondere Fans von EVANESCENCE aufhorchen und sich verlieben. „Halo“ und „Dark Skies“ bilden eine thematische Einheit und unterscheiden sich doch auch. Diese Gegensätze macht ENEMY INSIDE zu einem echten Geheimtipp im Symphonic-Metal-Bereich. Abgerundet wird die CD mit dem Cover der Band TEXAS und ihrem Megahit „Summer Son“. Deutlich härter als das Original werden diesem Track neue Facetten abgerungen, die man in der Radio-Version vergeblich sucht. Großes Kino.

Mehr als Feuer und Rauch – „Phoenix“

ENEMY INSIDE hauen eine CD raus, die derzeit zu dem Besten gehört, was der Symphonic Metal zu bieten hat. Sauber produziert und mit eingängigen Melodien schaffen es die Musiker den Käufer mit einer opulenten Mischung zu begeistern. Mit „Phoenix“ legt die Band die Messlatte für künftige Veröffentlichungen sehr hoch und steigert die Vorfreude auf eine Tour.

Review von Fabian Bernhardt

08.10.2018

Stellv. Chefredakteur

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