Fatal Embrace - Dark Pounding Steel

Review

FATAL EMBRACE kommen aus deutschen Landen und bestehen seit 1993. Nach diversen Outputs in den letzten Jahren knüppelt die Band uns nun mit ihrem neuen Opus „Dark Pounding Steel“ einen richtigen Wutklumpen um bzw. in die Lauscher…
„Born in Blasphemy“ nagelt uns zunächst an die Wand. Thrashattacken in DESTRUCTION-Manier in Kombination mit „Welcome-To-Hell“-Atmosphäre unserer alten Freunde VENOM werden mit hakeligen Gitarrensoli untermalt, die nicht selten an SLAYER erinnern.
„Assassination“ schlägt in die gleiche Kerbe, Gefangene werden nicht gemacht, hier bekommt man auch einen lupenreinen Achtziger-Refrain in VENOM-Art geboten, ziemlich gut, wie ich finde, überhaupt gefällt mir die traditionelle Schlagseite. Ein wenig erinnert das an LEGIONS OF THE DAMNED, bisweilen auch an Death Metal ohne Schwedentouch. Die Soli sind einfach geil, die Vox innbrünstig wütend, das Schlagwerk treibt ununterbrochen. Für mich das absolute Highlight ist „Don’t Sacrifice My Soul“, mit dieser an ältere SLAYER erinnernden Attitude, ich meine die Zeiten, als SLAYER noch fliessende, hallende Gitarren und Intros verwendeten, absolut überzeugend, was FATAL EMBRACE hier abliefern. Sowas muss laut gehört werden… Ebenso „Dark Pounding Steel“, das Finale, nettes Intro, galoppierende Gitarren, dann kommt die Leadklampfe dazu, ein Thrashriff entsteht, dann Speed… Ein toller Ausklang und herrlich true. Erinnert an eine schnelle „Some Pain Will Last“-Version.

Die Songs sind enthusiastisch und mit Herzblut eingespielt, man merkt der Band die Spielfreude an, auch wenn manches bekannt klingt, kann man es nicht übelnehmen, denn zu gut werden große Vorbilder zitiert. Reminiszenzen an KREATOR („Storming In My Mind“, Beyond The Bridge Of Death), ein wunderbarer Beginn von „Evil Dead“ (wo habe ich das Riff nur schon gehört?), dieser Song mutiert alsbald zu einem Speedmetalsong, wie ihn die glorreichen Achtziger nicht besser hätten hervorbringen können, abgerundet von einem sehr überzeugenden Solo. Die nächsten Songs fahren wieder die gnadenlose Speed-Thrashkeule, live muss das einfach dermassen böllern… Was mir auch sehr gefällt, sind die harten, prägnanten Refrains, die die Songs einrahmen, ohne klischeehaft zu erscheinen, eher authentisch, und das trotz der sehr truen Texte, die Songtitel könnten nämlich auch locker aus der Zeit von vor 20 Jahren sein. Wie übrigens auch das CD-Cover mit Pentagram und axtschwingenden Monstern in Ritterrüstung vor düsterrotem Hintergrund.

Kritisch anmerken kann man nur, dass diese Band nichts Neues zum Musikgeschehen beisteuert, allerdings ist das auch nicht die Intention der Band. Und die Produktion könnte gerade bei den Drums etwas transparenter sein. Obwohl der Garagensound andererseits auch wieder passt…

Wer LEGIONS OF THE DAMNED, SODOM, KREATOR oder VENOM mag, wird mit FATAL EMBRACE gut bedient, soviel ist klar.
Thrashpuristen können locker einen Punkt drauflegen…

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10.11.2006

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1 Kommentar zu Fatal Embrace - Dark Pounding Steel

  1. Anonymous sagt:

    Zitat: "ein wunderbarer Beginn von "Evil Dead" (wo habe ich das Riff nur schon gehört?)"
    "Evil Dead" ist ein DEATH-Cover.

    6/10