Forest Of Shadows - Where Dreams Turn To Dust

Review

Ich kenne nicht viele Bands im Dark-Metal-Bereich, die mir wirklich gefallen, umso mehr freut es mich, FOREST OF SHADOWS kennen gelernt zu haben. Die Jungs kommen aus Schweden und mit ihrem Debüt „Where Dreams Turn To Dust“ präsentieren sie ein wirklich starkes Scheibchen. Die Songs tönen druckvoll aus den Boxen und lassen die melancholisch herbstliche Klangwelt eindringlich auf den Zuhörer einwirken. Die düstere, tieftraurige bis verzweifelte, aber auch stellenweise verträumte Atmosphäre wird zum einen in melancholischen, schwer schleppenden Riffkonstruktionen, zum anderen durch die intensiven, zwischen tiefen Growls und melodischem, in bester Katatonia-Manier hervorgebrachtem Gesang wechselnden Vocals verdeutlicht.

Auch in Punkto Abwechslung hat dieses Werk einiges zu bieten und bezeugt das hohe Kreativitätspotential der Musiker. Neben den schon fast apokalyptischen, schweren, doomigen Parts, die sehr viel Trauer und Verbitterung ausatmen, bewundern wir auch schöne, sanfte Klänge der Violinen, Akustikgitarren, oder auch Flöten, die mit sich nicht nur Schmerz, sondern vor allem viel Schönheit tragen…Schönheit, die einen fast bis zu Gänsehaut rührt…eine intensive Veröffentlichung, die Tiefen menschlicher Existenz musikalisch erfassbar macht. Große musikalische Integrität gepaart mit ergreifenden, qualitativ hochwertigem Songwriting machen diese CD zu einer Empfehlung und lassen mich mit großer Spannung auf die Full-Length warten.

21.11.2002

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2 Kommentare zu Forest Of Shadows - Where Dreams Turn To Dust

  1. Anonymous sagt:

    "When dreams turn to dust" ist das im Jahr 2000 erschienene dritte Demo der schwedischen Doomster Forest of Shadows (1. Demo: "The Silent Cry" (1998), 2. Demo: "Under the dying sun" (2000)), das nach dem Signing durch Rage of Achilles nun endlich auch in Form dieser Debüt-MCD 2001 veröffentlicht wurde. Neben karolinas treffendem Vergleich mit Katatonia (cleane Vocals) seien auch noch Doom-Death-Einflüsse der üblichen Verdächtigen (My Dying Bride, Anathema, Paradise Lost), aber auch deutliche Ähnlichkeiten zu Shape of Despair genannt. Forest of Shadows zeichnet sich nicht gerade durch übermäßige Originalität aus, schafft es aber dennoch in sehr eindrucksvoller Weise, den geneigten Doom-Death-Hörer mit einem dynamischen Wechselspiel aus melancholischen Melodien, Akustikeinlagen und bleischwerer Heaviness durchgehend zu faszinieren. Die Songstrukturen sind relativ einfach gestrickt, entfalten dabei jedoch ein Maximum an emotionaler Wirkung (darin den alten Empyrium oder Shape of Despair nicht unähnlich). Der einzige echte Schwachpunkt ist imo der cleane Gesang, der an Charisma leider nur selten mit den hervorragend ausgeführten Grunts mithalten kann. Wohlverdiente 8 Punkte sind aber allemal drin.

    8/10
  2. selenian sagt:

    Der Rezension und den Ausführungen meines Vorredners ist nichts mehr hinzuzufügen. FANTASTISCH! Auf den ersten Longplayer dieser Band darf man angesichts dieser Maxi-CD mehr als gespannt sein…

    8/10