Genghis Tron - Cloak Of Love

Review

„Penultimate just means second to last, you pretentious fuck!“ – Das war meine erste Begegnung mit GENGHIS TRON, dem Drei-Mann-Kommando aus Philadelphia, PA, USA. Vor fast vier Jahren hatte ich die „Drummachine Compilation #2“ von Einsteinium Records erworben, auf der reichlich Audiomaterial für die körpereigene Hirnschmelze vorhanden war. Einer der herausstechendsten Beiträge war GENGHIS TRONs knapp zweiminütiger Auralorgasmus, einer Demo-Version, welche später als „Ride The Steambolt“ auf der offiziellen Debüt-EP „Cloak Of Love“ 2005 erscheinen sollte.

GENGHIS TRON sind drei Männer ohne Drummer. GENGHIS TRON sind drei Männer ohne Skrupel, alles zu verwursten, was ihnen gerade lieb und teuer erscheint. GENGHIS TRON sind auf dem besten Weg, bald zu einer der innovativsten Truppen ihres Sektors zu werden – wenn sie das nicht schon längst sind.

Mit ihrer Musik gehen sie weit über eGrind oder Drummachine-Musik hinaus. Hard- und Softwaresynthesizer sind sozusagen Mittel zum Zweck, um all jene Klänge zu realisieren, die mit Gitarren nicht möglich sind. Apropos Gitarrenarbeit: Was die drei hier an Geschredder, Gesäge, Gefrickel abliefern, ist echt nicht mehr normal. Und dann tun sie auch noch so scheinheilig, indem sie zwischendurch fast schon gefühlvolle Passagen einbauen. Als hätte das Technogrindmassaker vor 2 Sekunden gar nicht stattgefunden. Und alles in einem einzigen Song!

Ultrahighspeed-Getrümmer, Arpeggio-Riffs, Break-Beats, Drill’n’Bass, lässiger Moodswing und Freejazz, Electro-Metal, abartiges Gekreische – ja, darf’s vielleicht noch was sein? Disco-Fever wie in „Laser Bitch“? No Problem!
Wenn man von abgefahrenen Truppen spricht und im gleichen Satz nicht GENGHIS TRON erwähnt, tja dann… ist einem wohl auch nicht mehr zu helfen!

Irgendwie schaffen GENGHIS TRON den Brückenschlag zwischen Stilen, die auf den ersten Blick wie Wasser und Öl zu sein scheinen – so wie ich mir das schon immer gewünscht habe. Und es funktioniert. Wer’s nicht glaubt – Synapsen checken und reinhören. Knallt besser als Zauberpilze.

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22.02.2008

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