Gloam/ Obscure Evil - Split 10"EP

Review

Wenn zwei schwedische Musiklabels mit einer Hand voll Amerikanern und Peruanern zusammensitzen, entsteht nicht nur in kulinarischer Hinsicht eine interessante Kombination – Köttbullar trifft auf Burger und Ceviche. Die Jungs von GLOAM und OBSCURE EVIL haben sich an einer Weggabelung für einen gemeinsamen Pfad entschieden und schon 2015 die Split 10“ EP produziert. Jede Band hat jeweils einen Song beigesteuert und herausgekommen ist ein durchaus hörenswertes Black-Metal-Projekt, das im August erscheint.

GLOAM – von Doom zu rotzigem Black Metal

Mit ihrem letzten Full Length Album „Hex oft he Nine Heads“ haben die vier Kalifornier 2015 auf klassisch düsteren Doom Metal gesetzt und wagen sich mit dem ersten Stück der „Split 10″EP“ nun in deutlich schwärzere Gefilde vor. „Swords of Desecration“ ist vor allem eines: Brutal. Während eine hektische Lead-Gitarre und scheppernde Drums voranheizen, lässt einem der furios-rabiate Gesang buchstäblich die Nackenhaare zu Berge stehen. Das Schlagzeug bietet im weiteren Verlauf einen ausgewogenen Wechsel aus flottem SLAYER-Beat und rasendem Geknüppel, in das sich gelegentlich melodische Lead-Töne fügen. Um das Harmonie-Level möglichst niedrig zu halten, kühlen die aggressiv tosenden Vocals den Gesamttenor merklich ab und verleihen dem Song ein recht bissiges Wesen.

OBSCURE EVIL – der Name ist Programm

Seit 2014 ist das Trio aus Lima nicht nur böse, sondern der blanke Terror. Nach nur drei veröffentlichten Alben präsentieren OBSCURE EVIL auf dieser Platte ihre letzten beiden Songs, komprimiert auf acht Minuten. Im Gegensatz zu GLOAM bleiben die Peruaner ihrer Linie treu und liefern mit „Tribes of Ueth“ und „Necronihilism“ strammen Blackened Thrash Metal mit heißen Shreds und ordentlich Geschepper. Wer von der Musik allein noch ruhig bleibt, wird spätestens mit Einsetzen des Gesangs zum Moshen angeheizt. Das Stück wird durch eine kleine Pause halbiert und verliert im zweiten Teil durch Offbeat, Gangshouts und das ein oder andere Gitarrensolo ein wenig an Aggression und Geschwindigkeit.

Summa summarum

Für alle, die ihrer Zerstörungswut hin und wieder freien Lauf lassen müssen, ist die „Split 10″EP“ genau das Richtige. Wer den gediegeneren Musikstil vorzieht, bewegt sich besser in sanfteren Gefilden.

03.08.2018

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