If Worlds Collide - Broken Man’s Poem

Review

Niedersachsen brachte in den vergangenen Jahrzehnten einige interessante Bands hervor. Seien es die legendären SCORPIONS oder später die GUANO APES. Beide Bands revolutionierten ihr Genre und schufen neue Inspirationsmöglichkeiten für andere Musiker. Sind IF WORLDS COLLIDE die nächste große Nummer?

Aus der Provinz auf die große Bühne – IF WORLDS COLLIDE

Das Riff von „Broken Man’s Poem“ ist schon wirklich gut. Auch die Drums reihen sich hervorragend in diesen Beitrag ein, leider besteht beim Gesang deutlich Luft nach oben. Die Kraft des Sounds wird durch die Vocals eher gebremst, anstatt sie weiter aufzubauen. Gradlinig geht es mit „On The Run“ weiter. Hier hat die Band allerdings den Gesang deutlich besser und schwungvoller platziert als beim Opener. Ein schönes, unterhaltsames Stück, das sich auch auf der Live-Setlist gut machen würde. Direkt im Anschluss folgt der Anspieltipp „Too Easy“. Ein tief gestimmter Bass, der auf ein sattes Riff trifft und mit den Vocals verschmilzt. Bitte mehr davon, hier möchte man direkt mitsingen und das vermittelte Feel-Good-Gefühl in vollen Zügen genießen. Verträumter wird es dann wieder bei „Turn“. Ein angenehmer Song, der allerdings über wenig Wiedererkennungswert verfügt, auch wenn man die Spielfreude der Band auf dieser Veröffentlichung hört.

Ins gleiche Horn stößt „Gimme Something“. Ein interessanter Songverlauf, allerdings eher radio- als livetauglich. Die Ansätze passen jedenfalls und lassen die Klasse der Musiker erahnen. Echtes Potenzial zum Fanliebling hat „Little Things“. Ein ruhiger Start, der durch ein Gitarrengewitter jäh unterbrochen wird und dann leider wieder etwas abflacht. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen. Auch die nächsten Tracks sind zwar hervorragend produziert, allerdings fehlt es einfach an Härte und Ausdruckskraft. Der US-amerikanische Einfluss ist unüberhörbar und bremst die Songs aus. Als Beispiel sei „Crusader“ genannt. Ein wirklich starker Start, kraftvolle Instrumentalisierung, aber der Gesang wirkt einfach zu balladesk, als das sich hier eine echte Metal-Party formieren könnte. Genau diesen Nachteil wandelt die Band bei „Again“ in ihre große Stärke um. Eine coole Ballade, die sofort trifft und die grauen Dezembertage den Zuhörer vergessen lässt. Dieses Plus sollten IF WORLDS COLLIDE konsequent nutzen.

Licht und Schatten – Broken Man’s Poem

Fazit: Die Ansätze bei IF WORLDS COLLIDE sind da und manchmal blitzt auch der ein oder andere Geniestreich durch. Leider reicht es einfach nicht, um „Broken Man’s Poem“ uneingeschränkt zu empfehlen. Zuwenig eigene Trademarks und zu wenig Wiedererkennungswert sind die Schwächen dieses Albums. Auf der anderen Seite sollte man allerdings auch bedenken, dass es sich um eine Debüt-CD handelt und noch ordentlich Luft nach oben ist. In diesem Sinne: Rock on!

03.01.2019

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