Indica - Shine

Review

Ohne den Zuspruch von NIGHTWISH-Mastermind Tuomas Holopainen stünden INDICA sicherlich nicht bei der Donzdorfer Stahlschmiede Nuclear Blast unter Vertrag, denn mit Metal hat ihre Musik nicht unbedingt viel zu tun. Nichtsdestotrotz zählt der 2010er Vorgänger „A Way Away“ zu meinen „Guilty Pleasures“ und bereitet mir nach wie vor große Freude, wenn er mit schöner Regelmäßigkeit auf dem heimischen Plattenteller landet.

INDICA stehen auch 2014 für verspielte Popmusik mit leichten Symphonic- und Folk-Einflüssen. Das knallige, im Sechziger-Jahre-Schick gehaltene Artwork strahlt eine große Wärme und Freundlichkeit aus und kann damit symbolisch für die fröhlichen Gute-Laune-Stücke stehen, die das Album dominieren. Wo der Vorgänger noch überwiegend nachdenklich-melancholisch daher kam, gibt es heuer nur vereinzelte Kontrapunkte (insbesondere die arg vorhersehbare Ballade „Run Run“) in der überbordenden Fröhlichkeit.

Dass „Shine“ bereits das siebte Album des Quintetts ist (die ersten fünf wurden in ihrer Muttersprache eingesungen und erregten außerhalb Finnlands kaum Aufmerksamkeit), merkt man den routinierten Kompositionen an, die allesamt schnell ins Ohr gehen und sich dort teilweise übelst fies festsetzen. Dabei schwingt häufig eine Extraportion Kitsch mit und der Songaufbau wirkt manches mal allzu banal und vorhersehbar. Die verträumte Tiefe des Vorgängeralbums erreichen INDICA nur noch selten, was die Langzeitwirkung merklich beeinträchtigt. In dieser Hinsicht hatte „A Way Away“ einfach mehr zu bieten.

Es bleibt ein ordentliches Pop-Album mit viel leichtverdaulicher Durchschnittskost, das immer dann wirklich zu strahlen beginnt, wenn INDICA ihre folkige Seite stärker nach außen kehren und mit zwingenden Pop-Ohrwürmern vereinen („A Definite Maybe“, „Behind The Walls“). Charme haben die Finninnen auch 2014 noch, an den Vorgänger reicht „Shine“ jedoch leider nicht ganz heran, obwohl das Album unter dem Strich sogar etwas rockiger daherkommt.

25.01.2014

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