Insulter - The Misanthrope

Review

Ein Blick ins Booklet und auf die Pseudonyme der Bandmitglieder kann manchmal schon für einen guten ersten Eindruck sorgen. Wo Typen namens Alcoholic Patrolator, Infernal Firedemon und Michi von Einst – einer muss ja einen halbwegs bürgerlichen Namen für die Verträge haben – Krach machen, kann eigentlich kein Totalausfall passieren.

INSULTER aus dem Taunus machen bodenständigen Thrash Metal und haben vor einigen Monaten schon mit „The Misanthrope“ ihr zweites Album rausgebracht. Genau wie der Vorgänger erschien die neue Scheibe beim altehrwürdigen Label Witches Brew, das inzwischen leider seine Pforten geschlossen hat, als eines der letzten Releases.

INSULTER – rau, ruppig, schwarzmetallisch

Zur Musik: Der Thrash Metal von INSULTER ist rau, ruppig und schwarzmetallisch angehaucht. Vor allem der eher langsame und melodische Rausschmeißer „Into Battle II – Misanthropic Death“ weckt Erinnerungen an alte DESASTER und ist teutonischer Stahl vom feinsten. Die restlichen Nummern sind ebenfalls solide Thrash-Geschosse, heben sich aber nur selten voneinander ab. Aber wenn, dann bleiben sie positiv in Erinnerung, wie der fies-melodische Stampfer „Til Dawn“.

Insgesamt knallen INSULTER gerade dann am besten, wenn sie mal den Fuß vom Gaspedal nehmen. Die rasanten Nackenbrecher auf „The Misanthrope“ machen aber auch Laune. Dies ist auch der guten Produktion zu verdanken. Der aufs wesentliche reduzierte und organische Sound passt gut zum unprätentiösen Thrash der der Hessen.

Ein ordentlicher Schritt nach vorne

Im Vergleich zum Debüt hat das Trio nochmal einen ordentlichen Schritt nach vorne gemacht und darf sich gerne selber auf die Schulter klopfen. Der ganz große Wurf ist „The Misanthrope“ zwar nicht, aber – unter uns gesprochen – jetzt auch nicht schlechter als die meisten anderen Bands dieser Größenordnung.

Musik für die Massen machen INSULTER ja eh nicht, dürften ihre Zielgruppe aber voll und ganz bedienen. Wer sich nach dem Review und einer kurzen Probefahrt angesprochen fühlt, greift am besten direkt zu und sichert sich das Album für den nächsten Abend mit seinen Spezis. Der kann dann auch gerne noch ein bis zwei Punkte mehr geben. Ich muss jetzt aber echt los – mein Bier wird warm.

16.06.2018

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