Attacker - The God Particle

Review

ATTACKER veröffentlichen ihr neues Album „The God Particle“ pünktlich zum 40järigen Jubiläum!

40 Jahre ATTACKER!

Ursprünglich wurden ATTACKER aus New Jersey, USA, als WARLOC 1983 gegründet. 1984 erfolgte die Umbenennung. Dazu kam es, nachdem Doro Pesch von WARLOCK sie in einem Brief fragte, ob sie ihren Namen ändern könnten, um Verwechslungen zu vermeiden. 1985 erfolgte die Veröffentlichung des Debütalbums „Battle At Helm’s Deep“, gefolgt von „The Second Coming“ 1988. Danach folgte die Auflösung. Seit 2001 sind ATTACKER wieder aktiv, das letzte Album „Sins Of The World“ kam 2016 raus.

Von der ursprünglichen Besetzung ist noch Gründungsmitglied und Schlagzeuger Mike Sabatini dabei. Zweitlängstes Mitglied bei ATTACKER ist Gitarrist Mike Benetatos seit 2001. Komplettiert ist die Besetzung mit Sänger Bobby Lucas (seit 2012), Bassist Brian Smith (seit 2014) und Gitarrist Jon Hasselbrink (seit 2016).

„The God Particle“ – das neue Album

Inhaltlich beschäftigen sich ATTACKER auf „The God Particle“ mit dem Large Hadron Collider, dem Teilchenbeschleuniger im Europäischen Kernforschungszentrum Cern in der Schweiz. Dort werden energiereiche Kollisionen von Teilchen wie Protonen erzeugt, die in subatomare Bestandteile zerlegt und dann nachgewiesen und untersucht werden können. Im Falle von ATTACKER soll es aber um ein angeblich dort durchgeführtes satanische Ritual gehen, um das Böse aus einer anderen Dimension herbeizurufen. Passend illustriert mit dem Cover von Marc Sasso (u. a. Marvel, DIO, HALFORD, MORBID ANGEL)

Aufgenommen in Sabatinis Bandmother Recording Studio in Jersey City, New Jersey, bietet „The God Particle“ genau das, was man von ATTACKER erwartet. Nun, nicht ganz, denn etwas mehr als 33 Minuten Spielzeit nach acht langen Jahren zum letzten Album ist nicht gerade eine Menge.

Musikalisch gibt es von ATTACKER das gewohnte Brett. Echten, traditionellen, ja puristischen US Metal der alten Schule in der Schnittmenge aus Heavy, Power, Thrash und Speed Metal. Aggressiv treibend und mit einer guten Portion Melodie. Der fette Opener „Knights Of Terror“ macht gleich keine Gefangenen! Straight und kraftvoll erinnert das Stück hier und da an METAL CHURCH, zu denen es sowieso viele stilistische Gemeinsamkeiten gibt. Kernige Riffs, Sänger Lucas kreischt und screamt, was die Stimme hergibt. Auch hier eine Parallele zur amerikanischen Metal-Kirche, Bobby singt auch bei REVEREND, in der David Wayne (R.I.P. 2005), vormals METAL CHURCH, war.

Auch mit den folgenden, schnell auf den Punkt kommenden „River Of Souls“, „Kingdom Of Iron“ bis zum abschließenden „The God Particle“ bündeln ATTACKER ihre Stärken in Form von prägnant krachenden Riffs, filigrane Soli, ausdruckstarker, hoher Gesang der teils an Jon Cyriis (AGENT STEEL), teils an Steve Zetro Souza, (EXODUS) erinnert, mitreißende Refrains, wuchtig druckvoll pumpender Bass, treibende Double Bass. Die Qualität ist durchgehend hoch. Gekrönt von einem zum Old School Metal passenden organischen Sound.

Mit etwas mehr Melodie und Dynamik in Form von bspw. einer Halbballade hätte für mehr Abwechslung auf „The God Particle“ gesorgt. Andererseits ist das Album doch schnell vorbei und macht durchgehend Spaß.

Gelungenes Comeback zum Jubiläum!

Alles in allem ist ATTACKER mit „The God Particle“ ein gelungenes Comeback pünktlich zum Jubiläum gelungen. Packender US Metal in Reinkultur!

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17.04.2024

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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1 Kommentar zu Attacker - The God Particle

  1. Werner sagt:

    Hallo Markus,

    danke für den Tipp – die Musik ist eigentlich sehr gut, der Sänger kann richtig was und von den Melodien ist das eigentlich genau meine Baustelle. Was mich maßlos ärgert ist der grausame Sound wie aus der Mülltonne!

    Bei der Aussteuerung ist alles fast laufend auf Vollanschlag oder drüber, und die übersteuerten Höhen schmerzen mir arg in den Ohren.
    Noch dazu der unerträgliche Mülleimerhall auf den Klampfen – fürchterlich – das macht alles kaputt-

    dabei ist das ein Bombenkonzept und tolle Mucke, die trocken produziert ein 9er bis 10er Kandidat wäre.

    Ich werde mich mal mit der Band näherauseinandersetzen und auch die älteren Werke mal hören. Bin gespannt.

    Interessanter Hintergrund mit Doro Pesch, ja, ich erinnere mich noch gut an die Warlock Zeit, war damals auf Konzerten.

    Schönes Wochenende

    vom Werner

    6/10