J.B.O. - Haus of the Rising Fun

Review

Soundcheck Januar 2026# 23 Galerie mit 26 Bildern: J.B.O. - Rockharz Open Air 2025

J.B.O. mit neuer Platt’n,
möge ich Bericht erstatten,
über das was Euch erwart‘,
wenn Ihr die hiesig Musik start‘.
Der jüng’ren Tradition möcht‘ ich
nun Folge leisten und besprich
das Album, wie bemerkt vielleicht
in jäcker Reimform dargereicht.

Von Drachentötern, dunklen Mythen,
Teufelsdienern, Akolythen,
Heldenmut und Todesboten,
Geistern, Monstern und Zeloten,
aber auch vor Zeitgeschehen
zeigt uns‘ Metal keine Wehen.
Zum Ausgleich ist es daher fein
wenn J.B.O. spring’n närrisch rein.

J.B.O. machen sich ran

Seit über 30 Jahren schon
ja schlägt nun an den rosa Ton
Erlangens spaßbetonter Vierer
längst nicht schlüpfrig so wie früher
aber doch mit lachend‘ Herz
und auch ganz frei von jedem Schmerz
so machen sich die Männer ran
an ihr „Haus Of The Rising Fun“.

Wer Albernheit nicht zugeneigt
dem Album kalte Schulter zeigt.
Das Soundcheck-Team hat’s vorgemacht,
beim Metal, da wird nicht gelacht!
Und für den Rest, der ist geblieben,
der keinen rosa Krach gemieden,
dem bleibt ein gutes Stück Metall,
ganz leicht für’s Ohr auf jeden Fall.

An ihr „Haus Of The Rising Fun“

Zuvorderst sei es angedeutet,
was hier aus den Boxen läutet
weniger profan enteilt
und oberhalb des Gürtels weilt.
Nicht immer gilt dies für das Werk,
vonnöten ist dieser Vermerk,
denn „Bussi“ handelt doch ganz klar
vom „Schnackseln in Bavaria“.

Doch uns begegnet fernab dem
die Themenwahl ganz angenehm
und mannigfaltig, auch gewohnt
womit man hier textlich belohnt.
Denn J.B.O. schustern am meisten
bei den altbekannten Leisten.
Das vollzieh’n sie einmal mehr
ja doch verlässlich – und zwar sehr!

Das vollzieh’n sie einmal mehr …

Die Standards zählen brav dazu
und wie ein Zimmer passt der Schuh.
So steht dem ganzen Spaßprogramm
’ne Metal-Hymne stolz voran.
Und was dem folgt, sind alte Tricks,
besteht das Album aus dem Mix
von liebevoll Verballhorntem
und original Angesporntem.

Denn neben neckisch‘ Adaptionen
die auch „Theo“ nicht verschonen,
kommt ein echtes Cover mit
von Katy Perrys großem Hit.
DESIRELESS und auch RAMMSTEIN
die fanden ihren Weg hier rein.
THE ANIMALS, Shania Twain,
wie immer gilt: No Pain, No Gain.

… ja doch verlässlich – und zwar sehr!

An andr’er Stelle kriegen nett
die Wölf‘ aus Saarland weg ihr Fett.
Und Deutschrock-Klischees wollen fein
durch den Kakao gezogen sein.
Auch richtig meta darf’s mal werden,
wird auf die Kopierechtsbeschwerden
vorgreifend und ungeniert
„Smoke On The Water“ invertiert.

Fürwahr, ein bisschen muss man’s mögen,
wie sie spannen ihre Bögen.
Alte Hüte, neu geflochten,
dürft‘ munden, die’s immer mochten.
Kritiker wird’s nicht bekehren,
die sind eh nicht zu belehren,
doch angenehm ist das Niveau,
so singt für Sie nun J.B.O..

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06.01.2026

Redakteur für Prog, Death, Grind, Industrial, Rock und albernen Blödsinn.

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