Kneel - Interstice

Review

KURZ NOTIERT

„Interstice“, das Debüt von KNEEL, ist eigentlich schon 2013 erschienen. Hierhinter verbirgt sich der portugiesische Schlagzeuger Pedro Mau (ex-KNEELDOWN, WELLS VALLEY), der hier an sämtlichen Instrumenten zu hören ist und zudem für Produktion und Mixing verantwortlich war. Indes steuert Filipe Correia den Gesang bei und ergänzt so das Klangbild von „Interstice“, auch wenn sein Gebrüll etwas an Facetten missen lässt.

Und dieses besteht aus zum Teil sehr nervösen Thrash-Versatzstücken, die mit einer kräftigen Prise Hardcore aufgepeppt worden sind. Die Gitarren klingen wie blutrünstige Biester, gerade wenn sie wie in „Cloak“ aggressiv auf den Hörer einbellen. KNEEL liefert vor allem dann hervorragende Kost, wenn die Musik so richtig aufdreht, wie auch in „Amend“. In den langsameren Passagen wie im Opener „Murmurs“ walzen sich die Gitarren dagegen heftig durchs Geäst.

Alles in allem ist „Interstice“ also ein ziemliches Brett mit vereinzelten Kinderkrankheiten, das vor allem für Freunde modernerer Thrash-Klänge mit kräftiger Hardcore-Würze interessant ist. Der (bewusste) Mangel an eingängigen Melodien und die vereinzelten, songschreiberischen Schwächen werden durch die schiere Energie wieder einigermaßen ausgeglichen, sodass die positiven Aspekte letzten Endes überwiegen. Sollte man im Auge behalten.

22.06.2019

Sitzt, passt, wackelt, hat Luft.

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