Lääz Rockit - City's Gonna Burn

Review

LÄÄZ ROCKIT gehören zu denjenigen Bay-Area-Bands, die ihren Stil im Laufe ihrer Karriere erst finden mussten. Es dauerte seine Zeit, bis die Jungs um Frontmann Michael Coons den für sie typischen Mix aus Thrash-Metal und Speed-Metal gefunden und mit Alben wie “Annihilation Principle“ oder “Know Your Enemy“ perfektioniert hatten. Massacre Records haben jetzt die ersten Alben der Band als Neuauflage veröffentlicht und im Zuge dieser Neuveröffentlichung kommt auch “City’s Gonna Burn“, das kultige Debütalbum der Band, zu neuen Ehren, da die Re-Releases alle mit Bonusmaterial daherkommen.

Auch wenn LÄÄZ ROCKIT ihren Stil noch längst nicht final gefunden hatten, so war ”City’s Gonna Burn“ doch kein Schuss in den Ofen. Der Sound der Band wurde damals, wir sprechen hier über das Jahr 1984, noch bestimmt von einer Mischung aus traditionellem US-Metal und Speed-Metal-Einflüssen, wobei sich letztere jedoch eher dezent äußerten. Wie gesagt, hat die Platte aber absolut ihre Berechtigung. Nicht nur, dass die ersten Anzeichen vorhanden sind, wo die spätere Reise hingehen soll, sondern auch das Songmaterial an sich ist eigentlich über jeden Zweifel erhaben. Immerhin befinden sich mit dem Titeltrack “Take No Prisoners“, “Caught In The Act“ und “Silent Scream“ nicht weniger als vier Bandklassiker auf der Platte, die auch heute noch regelmäßig den Weg in den Live-Set finden.

Neben den erwähnten Nummern stechen vor allem noch das von einem schönen Lick eingeleitete “Dead Man’s Eyes“ und das schnelle “Forced To Fight“ ins Auge. Diese beiden, wie auch die anderen Songs, belegen schon 1984 recht deutlich das teilweise eigenwillige, aber niemals stumpfe Songwriting der Band. LÄÄZ ROCKIT waren und sind noch nie eine Band gewesen, die sich mit 08/15-Nummern zufrieden gegeben hat. Innerhalb des Genres haben sie ihre Grenzen sowohl in Richtung Thrash-Metal, als auch bei der Stilmixtur aus Heavy- und Speed-Metal ausgelotet und haben dabei nie den Blick für Arrangements oder eingängige Hooklines verloren.

Zugegeben, “City’s Gonna Burn“ ist kein Überfliegeralbum. Dennoch sind hier sehr feine Nummern zu hören, die den damaligen Status Quo der Band gut wieder geben. Neueinsteiger sollten vielleicht mit einem späteren Album anfangen, in die Sammlung gehört das LÄÄZ ROCKIT-Debüt aber allemal. Auch für Fans der ersten Stunde, die noch die damals über SPV veröffentlichte Version der Scheibe haben, lohnt sich die Anschaffung genauso wie für Neulinge, da man “City’s Gonna Burn“ tatsächlich anhört, dass die CD remastert wurde. Der Basissound ist natürlich derselbe geblieben, allerdings kommt die 2009er Version etwas deftiger aus den Boxen. Hinzu kommen noch die beiden Bonustracks. Diese sind zwar unveröffentlicht, sprich live, aber beide sind schon bekannt. Hierbei handelt es sich um den Klassiker “Fire In The Hole“, ein schöner Thrasher und Live-Standard von “Annihilation Principle“. Der zweite Song ist das vom aktuellen Album stammende “Liar“. Der Sound geht in Ordnung und bringt ungefähr die Intensität von LÄÄZ ROCKIT in der Live-Situation rüber. Über ein, zwei Bonustracks mehr hätte man sich sicherlich gefreut. Schlussendlich bleibt die Neuauflage von “City’s Gonna Burn“ aber eine lohnenswerte Anschaffung. Ach ja, das Cover ist immer noch genauso schäbig wie 1984…

14.07.2009

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