Malcolm Rivers - Malcolm Rivers

Review

Benannt nach einem Serienkiller aus der guten alten Filmindustrie machen MALCOLM RIVERS aus Münster auch allerlei unvorhersehbare Sachen. Das fängt schon mit der Gründungsgeschichte an. Einer hatte die Idee und getreu dem Motto der Casting Shows fand man sich im Laufe der Zeit dann doch zusammen, um genau das zu Treiben, was man so will. Das fängt bei Elektrozeug an, geht über Hardcore zu Metalcore-mäßigem Gebreake, zwischendurch immer wieder in punkige Gefilde und zurück zum guten alten Metal. Umrahmt von einem Shouter der Marke Extra-Kratzbürste, welcher aber auch gern mal den Softie markiert.

Somit wäre an sich alles gesagt. MALCOLM RIVERS haben zu ihrer gut 30 minütigen Platte einen netten Slogan: Old School, No School, New School. Somit wäre schon wieder alles gesagt. Prinzipiell implementieren sie geschickt die einzelnen Stilelemente à la LONG DISTANCE CALLING, haben allerdings ein ungemein höheres Aggressionspotential, nicht zuletzt der Stimme geschuldet. Einzig der Refrain bei „Shiva’s Dance“ erinnert mich an das letzte Punkkonzert im soziokulturellen Zentrum in meiner aktuellen Heimatstadt (und das war jetzt nicht unbedingt der Knaller…). Auf der Suche nach sich selbst streifen sie durch, wie erwähnt, alle möglichen musikalischen Gegenden und legen dabei ein erstaunliches Duchhaltevermögen an den Tag. Instrumental, wie auch gesanglich sprudelt die Vielseitigkeit gerade zu heraus und sie klettern Stück für Stück nach oben bis sie, für meine Begrife mit „Between Cold And Ice“ den Zenith der Intensität erreichen. Danach kommt noch ein kleines Zwischenspiel und das wars.

Halt! Der Rausschmeißer „Identity“ setzt nochmals dort an, wo „Between Cold And Ice“ zuvor aufhörte. Die zwei ruhigen Intermezzi stören im Gesamtwerk keineswegs und so bleibt zu sagen, dass die Scheibe ruhig etwas umfangreicher hätte ausfallen können. Die Platte ist wirklich eine interessante Erfahrung, ein starkes Teil voller Energie. Witzigerweise wirkt dieser wilde Mix aus was weiß ich nicht Allem weder überladen, noch unstrukturiert. Heißt abschließend was? Dass das Ding hier für One-Way-Metaller eher weniger spannend sein wird. Ganz im Gegenteil zu denjenigen, die Wert auf Abwechslung legen und offen sind für Neues. Insbesondere auf einen nicht genau definierten Musikstil der sich (Achtung Zitat!) irgendwo zwischen Hardcore, Metal und elektronischen Elementen bewegt. (Zitat over!)

 

29.03.2011

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