Mord(Nor) - Necrosodomic Abyss

Review

Die Zeiten, in denen man blind alles kaufen konnte, was das Trademark “Norwegian-Black-Metal“ trug sind zwar vorbei, doch nichsdestotrotz geht es zumindest mir so, dass ich bei vielen Alben aus dem Norden stets hoffe, dass mich nochmal etwas Ähnliches wie die Frühwerke erwartet. Meist umsonst, denn mittlerweile erscheint dort nur noch in sehr unregelmäßigen Abständen etwas brauchbares.

Und auch die Band mit dem sehr originellen Namen ist, wenn auch mit polnischer Unterstützung, kein wirklicher Hoffnungsschimmer am Horizont. Deren schneller Black Metal ist zwar alles andere als schlecht, kommt für mich aber bar jeder Emotion, jeder Mystik daher. Man könnte behaupten, die Band lebt zu großen Teilen vom Drumming, zumindest ist die Arbeit von Schlagzeuger Necrolucas das Einzige, was es hervorzuheben gilt. Hätte ich den Herren mit ANIMA DAMNATA nicht schon einmal live spielen gesehen, ich hätte nie geglaubt, dass dieses wahnsinnig schnelle und präzise Spiel von einem Menschen stammt.

Nur leider ist das drumherum so wenig ansprechend, denn weder die teils rockigen Riffs, noch die thrashigen Abschnitte können mich wirklich überzeugen und da auch die blackmetallische Gitarrenarbeit keine Höhepunkte setzt, bleibt nach 37 Minuten wenig bis gar nichts im Ohr hängen. Das Duo prügelt sich durch die acht Stücke und lässt dabei einfach lediglich Prägnanz und Stimmung vermissen. Für Knüppelfans mag das vielleicht eine Offenbarung sein, für mich macht Black Metal aber etwas anderes aus.

Manche langsamen Passagen erinnern mich im Zusammenspiel mit dem extremen Gesang zwar positiv an TRELLDOM, nur leider wird die aufkeimende Atmosphäre stets schnell wieder von Blastbeats zerstört. Wie immer also nicht wirklich etwas Gutes, wenn auch nichts Schlechtes aus Norwegen. Wer Lust auf eine technisch einwandfreie Prügelorgie hat, der kann ja ein Ohr riskieren, mir sind die Stücke im Endeffekt einfach zu nichtssagend! Ist vielleicht eher etwas für den Sommer.

06.03.2008

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