



Ohje, eine Band namens MOURNING WOOD und ein Album dazu, das sich „Rise & Shine“ nennt. Packen wir mal unsere Sonntagskalauer-Sonnenbrille aus, setzen sie auf und hören uns das Debütalbum der Niederländer an. Die Musik nennt sich „Epic Party Folk Metal“ und live sind die Musiker bereits herumgekommen – hierzulande waren sie auf dem Hörnerfest und dem Ragnarök Festival zu sehen.
MOURNING WOOD verbinden Folk Metal mit schlüpfrigen Songnamen
Musikalisch ordnet sich „Rise & Shine“ zwischen ALESTORM und KORPIKLAANI ein – allerdings mit überwiegend gegrowlten Vocals. Viele Melodien kommen einem bekannt vor und die erste Hälfte der Platte plätschert vor sich hin, ohne dass etwas richtig hängen bleibt. Da hilft auch die fast zehnminütige Überlänge des Titeltracks nicht.
Der Song, der am meisten Spaß macht, folgt danach, denn „Blastafari“ hat – seinem Namen entsprechend – die höchste Geschwindigkeit, zu der man anständig feiern kann. Auch das darauffolgende „The Vikening“ ist mit mehr Power ausgestattet. Von dieser Sorte Lied könnte „Rise & Shine“ mehr vertragen.
Worüber man noch sprechen muss, ist die Produktion. Ja, „Rise & Shine“ ist eine Eigenproduktion, klingt aber eher nach den 00er-Jahren als nach den 20er-Jahren des 21. Jahrhunderts. Alle Instrumente bleiben etwas blass und die Keyboard-Sounds klingen dadurch wenig organisch.
„Rise & Shine“ – am besten erst nach drei bis zwölf Hörnern Met
Mit ihrem Debütalbum haben MOURNING WOOD ein paar Songs zusammengestellt, die live bei passendem Mix sicherlich richtig Spaß machen, aus der Konserve allerdings durchschnittliche Folk-Kost mit mäßigem Sound bieten. Somit ist der Ansatz für den entspannten Nachmittags-Schwips zwar witzig, die Umsetzung bedarf aber noch mehr Feinschliff.

Jannik Kleemann






























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