Municipal Waste - Electrified Brain

Review

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Fünf Jahre gedulden sich MUNICIPAL WASTE-Fans mittlerweile bis zu einem neuen Album der Crossover-Thrash. In der Zwischenzeit lieferte nur die knackige EP „The Last Rager“ ein wenig neue Inspiration für den heimischen Moshpit. Die lange Zeit nutzte die Band, um ihrem Sound ein paar Nuancen hinzuzufügen

MUNICIPAL WASTE legen einen guten Spagat hin

Denn auf „Electrified Brain“ betonen MUNICIPAL WASTE ihre klassischen Heavy-Metal-Einflüsse so deutlich wie nie zuvor. Aber keine Sorge, es gibt immer noch genügend pfeilschnelle Riffs und Mosh-Rhythmen, damit es nicht zu ungewohnt wird.

„Demoralizer“ etwa legt diesbezüglich einen gelungenen Spagat hin. Los geht’s mit Mid-Tempo-Gestampfe, bevor die Band in einen schellen Solopart wechselt. Zum Abschluss garniert das Quartett den Track mit IRON MAIDEN-Gedächtnis-Leads.

„Electrified Brain“ folgt einem fesselnden Spannungsbogen

Mit „Grave Dive“ folgt kurz darauf eine wahre Mitsing-Hymne, die auf zukünftigen Shows den Pit mit zwingenden Riffs und Gangshouts zum Kochen bringen wird. Anschließend schraubt „The Bite“ allen Headbangenden die Rübe mit gnadenlosen Schlagzeugbeats ab. „Restless and Wicked“ schraubt die Einflüsse aus traditionellem Speed und Heavy Metal aufs Maximum. „Ten Cent Beer Night“ endet gar mit einem „Rock You Like A Hurricane“-Zitat.

MUNICIPAL WASTE vergessen dabei niemals ihre rotzige Punk-Attitüde. Trotzdem kommt „Electrified Brain“ definitiv als das kontrollierteste und vielleicht durchdachteste Album der Band daher. Mehr noch als auf früheren Alben legen die US-Amerikaner eine klare Dramaturgie vor, in der sich langsame und schnelle Songs abwechseln, um den Spannungsbogen im richtigen Maße aufrecht zu erhalten.

Die nächste Platte darf gern schneller kommen

Gleichzeitig sorgt Produzent Arthur Rizk für einen druckvollen und vergleichsweise polierten Sound. Doch auch hier gilt: Die Punk-Attitüde der Band bleibt stets erhalten. MUNICIPAL WASTE lenken sie auf „Electrified Brain“ nur in geregeltere Bahnen. Weniger anarchisches Gebolze und mehr kompositorische Finesse ist das Motto. Die vollkommen chaotischen Anfangstage scheinen nur noch im superkurzen „Blood Vessel – Boat Jail“ durch.

Wer sich auf ein wenig Feinjustierung im MUNICIPAL WASTE-Sound einlässt, macht mit einem Kauf von „Electrified Brain“ nichts falsch. Der Hitfaktor mag auf „Slime And Punishment“ größer gewesen sein. Doch der Mosh-Faktor ist immer noch hoch und die gelegentlichen Schlenker in Richtung Heavy Metal lockern den Bandsound angenehm auf. Jetzt bitte nur nicht wieder fünf Jahre bis zur nächsten Platte verstreichen lassen.

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26.06.2022

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6 Kommentare zu Municipal Waste - Electrified Brain

  1. Nici67 sagt:

    Solide und geiles Album. Die Riffs sind immer noch Hammer, ein bisschen mehr Midtempo Songs dazwischen wäre nicht schlecht, aber die Knaller Abrissbirnen haben sie halt einfach drauf.
    Favorites: Grave Dive, Demoralizer, Putting on Errors.

    8/10
  2. dan360 sagt:

    Yes, Municipal Waste treffen bei mir mit ihrer vor Energie strotzenden Art und ihren arsch-tighten Riffs auf jeder Scheibe einen Nerv! Schaffen es jedesmal mit Leichtigkeit, dass ich während der guten halben Std. meine Einrichtung kurz und klein moshen will.. mir gefällt hier die leichte Heavy-Schlagseite. Auf MW ist Verlass!

    7/10
  3. dan360 sagt:

    7Pkt. nach einem Durchlauf.. Tendenz sicherlich steigend.

  4. Wattutinki sagt:

    Ja, die können schon was. Man stelle sich vor die wären bei einem Label wie Prophecy unter Vertrag. Mit dem richtigen Sound wäre das ein echter Kracher. So 8 Punkte für die Musik und 2 für die Produktion.

  5. Lysolium 68 sagt:

    Ballert geil!

    8/10
  6. gonzo1986 sagt:

    Gefällt mir musikalisch, aber der Gesang ist übel… Kann ich nix mit anfangen.

    Bin eher so der Warbringer / Traitor Typ, wenn es um neuen (alten ^^) Thrash geht.

    Alles ist nur eine Wartezeit auf eine neue Scheibe von Testament 😉

    6/10