Nonpoint - Vengeance

Review

NONPOINT sind, zumindest in den USA schon lange keine unbedeutende Größe mehr. Dank zweier (an verschiedenen Umständen gescheiterter) Major-Deals, gemeinsamen Tourneen mit Szene-Bulldozern wie DISTURBED, MUDVAYNE und LINKIN PARK, und Beiträge zu diversen Filmsoundtracks und dem populären WWE-Smackdown-Game hab sie in ihrem Heimatland bereits einen recht gefestigten Status. Und jetzt, ausgerechnet mit einem Indie-Label im Rücken, soll ihnen auch hier eine größere Aufmerksamkeit zu Teil werden.

Und tatsächlich: NONPOINT scheinen ihr Handwerk zu verstehen. Sie wissen, worauf es ankommt, und sie spielen ihre Musik nicht aufwendig und technisch nicht unbedingt auf atemberaubendem Niveau, aber dafür auf jeden Fall effektvoll. “Vengeance”, so der Titel der neuen Scheibe, hat mich dann doch überzeugt – nach anfänglichem Zweifel. Ihre Vorbilder (die oben genannten Bands sind da schon ein sehr guter Anhaltspunkt) gehen vielleicht noch etwas anspruchsvoller zu Werke, aber das stört im Grunde nicht. “Wake Up World”, “Hands Off”, “Everybody Down” und “When It’s Over” sind astreine moderne Metal-Nummern mit ruppigen Riffs und nicht unbedingt beeinduckendem, aber sehr passendem Gesang. Die Melodien sind einprägsam und doch niemals cheesy, und auch wenn vielleicht so etwas wie ein herausragendes Highlight fehlt – auch das juckt mich her im Grunde nicht die Bohne, weil die Scheibe schlicht Spaß macht.
Das Cover ist wohl eher etwas gewöhnungsbedürftig. Dass man im Booklet statt den Texten nur einen semi-witzigen Comic geboten bekommt reißt mich zwar nicht zu Begeisterungsstürmen ob der ach so genialen Idee hin, aber es ist zu verzeihen.

NONPOINT werden den eingeschlagenen Weg weiter gehen und bieten nun schon die musikalische Untermalung für verschiedene Sportevents der NHL, und das quer durch alle Sport- und Nachrichtenkanäle im Amiland.. Angetrieben durch die unterstützende Wirkung solcher “straight to the listener”-Promotion werden sie es sicher nicht schwer haben, ihren Bekanntheitsstatus auszubauen. Was hierzulande möglich ist, bleibt abzuwarten, unverdient wäre eine höhere Aufmerksamkeit jedenfalls nicht.

NONPOINT sind zumindest keine überflüssige Band unter vielen, sie haben ein Gespür für das, was sie tun, für eine Wirkung vor allem auf den Hörer. Die Chance, dass NONPOINT noch bis zuletzt im Sieb der zahlreichen so genannten “Hoffungsträger” zappeln ist hoch. Denn ihr Talent ist groß genug, um sich durch die kleineren Löcher, die das Business so aufzuweisen hat, auf keinen Fall auf keinen Fall aus der Ruhe bringen zu lassen. Und ich prophezeihe, wenn nichts unvorhergeehenes geschiet, dann werden sie sich auch vor den größeren mit einem gut platzierten Sprung retten können.
Das kann gerne so weiter gehen.

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28.01.2008

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