Six Days Of Calm - The Ocean's Lullaby

Review

Akustische Alben ziehen sich gerne in die Länge und fordern Durchhaltevermögen. Einige Menschen schalten sogar vorschnell ab, ohne solchen Alben die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. SIX DAY OF CALM könnte einer dieser Künstler sein, bei denen die Aufmerksamkeitsspanne der Hörenden schnell verfliegt. Doch “The Ocean’s Lullaby“ hat viel mehr zu bieten, als es zunächst den Anschein hat.

“The Ocean’s Lullaby“ benötigt Zeit und Ruhe

Der Künstler setzt auf ein fast schon beruhigendes Post-Rock-Ambiente. So sind mehrere Hördurchläufe vonnöten, um das Album in seiner Faszination komplett zu erschließen. Selbst Momente, in denen rockige Passagen die Oberhand ergreifen, bleibt “The Ocean’s Lullaby“ sehr besonnen und auch etwas psychedelisch.

Auffallend ist dabei das Arrangement der Percussions, welche Mark und Bein erzittern lassen. “Obscure“ kombiniert schrille Riffs und die taktgebenden, etwas langsameren Drums und erschafft eine sich stetig aufbauende Atmosphäre. Was vorerst repetitiv erscheint, entwickelt sich langsam zu einem transzendenten Traum.

SIX DAYS OF CALM gelingt es durch Breaks und kleine Einspieler, die Tracks in einem filmreifen Finale enden zu lassen. Das Album fühlt sich kalt, beklemmend und melancholisch an, genauso wie die tiefen weiten des Ozeans. Besonders “Gloom“ verkörpert dies mit geisterhaftem Hintergrundgesang.

SIX DAYS OF CALM zwischen Wiegenliedatmosphäre und Trauerstimmung

Wer aber großartig Abwechslung erwartet, sollte sich nicht allzu viel Hoffnung machen. Richtige Highlights sind kaum erkennbar. Eher bleibt das Werk sehr linear und versucht gar nicht erst, großartig Variation einzubringen. So läuft “The Ocean’s Lullaby“ an einem Stück durch.

Das kann zum einen ein Nachteil aber auch ein Vorteil sein. Zwar bleibt das Album seinem Konzept treu, meistert jedoch mühelos die Balance zwischen träumerischer Atmosphäre und wildem Post-Rock. Umso besser war wohl die Entscheidung, weitgehend auf Gesang zu verzichten, da ansonsten ein Teil der Stimmung verloren gegangen wäre.

SIX DAYS OF CALM berührt die Herzen

“The Ocean’s Lullaby“ schafft Gänsehaut und klingt sehr berührend. Jedoch ist dies kein Album zum nebenbei hören. Eher dauert es seine Zeit, bis die Musik etwas Eingängiges bekommt. Bis dahin sind jedoch die Anfangsdurchläufe relativ zäh. Nichtsdestotrotz hat “The Ocean’s Lullaby“ etwas sehr Magisches an sich und markiert so ein starkes Debütalbum in das viel Herzblut floss.

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23.12.2020

Der metal.de Serviervorschlag

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