Solitary - The Truth Behind The Lies

Review

Mit SOLITARY aus Preston, Großbritannien betritt eine Thrash-Metal-Band die Bühne, welche mit „The Truth Behind The Lies“ ihr viertes Album vorlegt. Bereits 1994 gegründet, starteten die vier Herren zu einer Zeit, in welcher Thrash Metal praktisch tot war. So lässt sich vielleicht erklären, wieso zwischen den ersten drei Alben 19 Jahre vergingen, von Album drei zum aktuellen Output war die Zeit mit drei Jahren dann eher normal bemessen. Schauen wir einmal hinter die Kulissen des Albums.

„The Truth Behind The Lies“ – ein schneller Prügelangriff

Wenn SOLITARY mit „I Will Not Tolerate“ loslegen, wird die Marschrichtung schnell klar. Das Gaspedal wird durchgedrückt und so schnell nicht mehr losgelassen. Die meistens Songs prügeln sich in flotter Thrasher-Manier in die Gehörgänge und möchten dabei keine Gefangenen machen. Die stimmliche Performance von Richard Sherrington liegt dabei ungefähr im Bereich von TESTAMENT, wobei Chuck Billy gerade auf den aktuellen Outputs der Amerikaner doch deutlich variabler zu Werke geht.

Die Aufnahmequalität des Werkes ist angenehm organisch gehalten. Es klingt nicht so glatt poliert, wie viele der modernen Thrash-Veröffentlichungen der Großmeister, hat aber auch nicht den Rumpelkombo-Sound einer Demo-Aufnahme. Gerade die doppelte Gitarrenfraktion macht ihre Arbeit sehr gut und fördert einige treibende Riffs zu Tage. Aber auch Roy Miller gibt hinter dem Schlagzeug den Takt über die gut 36 Minuten Albumlänge vor und überrascht mit dem ein oder anderen Break innerhalb der Songs.

SOLITARY lügen nicht und spielen wahren Thrash Metal

„The Truth Behind The Lies“ entfaltet seine Wirkung vermutlich am Besten in einem kleinen, ausverkauften Club mit niedriger Deckenhöhe, günstigen Getränken und einem feierwütigen Publikum. SOLITARY waren in den vergangenen Jahren viel live unterwegs und das hört man. Die Band liefert im Studio eine solide Performance ab, der letzte Funke dürfte dann überspringen, wenn die verschwitzten Fans den Refrain von „Homage To The Broken“ mitgrölen oder zum Midtempo-Part des Titeltracks die Matte kreisen lassen.

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24.10.2020

Unguided we were, Unguided we will be.

Der metal.de Serviervorschlag

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