Starless Domain - EOS

Review

Eine technische Limitierung in der maximalen Spieldauer einzelner Stücke bei Bandcamp hat STARLESS DOMAIN in der Erstveröffentlichung von „EOS“ um die gewollte Ausgestaltung gebracht. Während „EOS“ nämlich grundlegend als Ein-Track-Album gedacht gewesen ist, musste das Album für Bandcamp in vier Stücke geschnitten werden.

Mit der CD-Veröffentlichung gleicht die Band diesen Makel aus und präsentiert das Debütalbum von STARLESS DOMAIN endlich in seiner vorgesehenen Art und Weise. Ähnliches gilt übrigens auch für die Herr-Der-Ringe-Trilogie von Tolkien, welche nach Willen des Autors stets in einem Band veröffentlicht werden soll und nicht in drei einzelnen Büchern.

STARLESS DOMAIN – Deep Field Black Metal

STARLESS DOMAIN klingen anders als übliche Black-Metal-Bands. Die Drums sind mehr mechanische Beat-Maschine, als organisches Instrument aus Holz und Fell. Hallo, Angelo Sasso? Der Gesang versteckt sich hinter tausenden Spuren als das helle Kreischen einer verlorenen Seele in den Tiefen des Alls. Der Rest ist Kälte, Leere und Einsamkeit.

Die Stimmung des Stücks ist dabei außergewöhnlich, allerdings in seiner primitiven Ausgestaltung ebenso technisch in vielen Belangen fragwürdig. Mit Déhá (IMBER LUMINIS) hat die Scheibe zwar einen namhaften Mischer, allerdings soll der ungeschliffene Sound in keinem Fall auch nur eine gewisse Nähe zu zeitgenössischen Produktionen erahnen lassen. „Drawing Down the Moon“-Fanatiker werden jedenfalls nicht über zuviel Chi chi klagen können.

„EOS“ zieht in seinen Bann, aber…

Mit aktuellen Veröffentlichungen wie „Cosmicism“ von THE GREAT OLD ONES kann und will sich „EOS“ nicht messen. Es ist nachvollziehbar, dass diesem abgefahrenen Album höhere Bewertungsregionen verwehrt bleiben. Was auf der anderen Seite keinesfalls heißen soll, dass STARLESS DOMAIN nicht interessante und zweifelsohne eigenständige Musik in den Orbit befördern.

Wer nicht genug von STARLESS DOMAIN bekommen kann: Mit „Alma“ (2019) und „Epistolary of the Fall“ (2019, Split mit TOME OF THE UNREPLENISHED) sind bereits zwei weitere Veröffentlichungen erschienen, welche digital bzw. in Bezug auf die Split als CD zu erstehen sind.

12.11.2019

Stellv. Chefredakteur

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