The Provenance - Red Flags

Review

Eine äußerst interessante Mischung präsentieren uns THE PROVENANCE aus Schweden. Man könnte die Musik als Alternative Metal bezeichnen; für die Endung Rock ist der Sound zu hart, für stinknormalen Metal allerdings zu alternativ. Erstaunlicherweise musste ich feststellen, dass THE PROVENANCE zumeist im Bereich Gothic Metal eingeordnet werden, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn nach Gothic klingt die Musik so gut wie gar nicht. Im Gegenteil sogar. Diese Band hat eigentlich gar nichts, was man dem (echten) Gothic zuordnen könnte. Auch die oft zitierten Vergleiche mit THE GATHERING kann ich nicht wirklich nachempfinden, dafür sind THE PROVENANCE viel zu vielseitig und musikalisch deutlich interessanter, als die langsam erlahmenden Holländer. Selbst der Gesang bei den Schweden gefällt mir um eines besser.

Am Mikro veredelt Emma Hellström (geiler Name, oder?!) die Stücke, unterstützt von ihrem Axeman Tobias Martinsson. Eine feine Mischung, die verdammt melodisch rüberkommt und mit vielen saugeilen Gesangsparts nahezu jedes einzelne Lied zu einer rundum gelungenen Ausgeburt werden lässt. Die Gitarren sägen geile Riffs runter, tönen aber auch oftmals bedacht, gefühlvoll und sogar entspannt leise. Sehr vielseitig und stets interessant. Das Schlagzeug passt sich vorzüglich den Stimmungen der Songs, bzw. der jeweiligen Parts an und bekommt neben dem unterstützenden Job genug Freiraum zum wirken. Keyboards werden hier und dort eingestreut und bauen häufig Retro-Sounds ein, welche das Album mit enormem Feeling anreichern. Die ziemlich fette Produktion liefert den nötigen Kick, der die Scheibe letztendlich richtig zünden lässt. Sehr geil.

THE PROVENANCE schlagen auf „Red Flags“ gekonnt die Brücke zwischen hartem Metal, progressiven- und alternativen Sounds. Die Melodien klingen im Ansatz stets leicht melancholisch, ohne aber verheult oder überladen zu wirken. Diese Schweden dürften für den aufgeschlossenen Metaller mit Hang zu eingängigen Sounds, die aber trotzdem nicht billig oder zu sehr nach easy listening klingen, sicherlich interessant sein. Gothic-Metaller sollten aus oben genannten Gründen mit Vorsicht herangehen und alle anderen…, tja, hört „Red Flags“ und staunt, Alternative Metal kann tatsächlich so gut klingen.

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04.04.2007

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1 Kommentar zu The Provenance - Red Flags

  1. Anonymous sagt:

    Das stimmt, gute Band, gute Musik, typische "The"-Band, denn da gibts viele gute… Hart genug, aber mit vielen intelligenten Alternative-Vibes, doch, kann gefallen. Die letzte von THE GATHERING war übrigens auch gut, Sickman…

    8/10