Throwdown - Venom And Tears

Review

Wir schreiben das Jahr 1992: Weltweit schlägt “Vulgar Display Of Power“ wie eine Bombe ein und beschert PANTERA, die mit ihrer Mischung aus Thrash und modernen Elementen von einer Hair-Metal-Band der Achtziger zu den Rettern des Metal werden, den Durchbruch.
Gerne erinnere ich mich an diese Zeit.
T-Shirts, die von den Lehrern als geschmacklos abgetan wurden faszinierten mich jungen Menschen und weckten mein Interesse für einen Sound, der mir in seiner Aggressivität und Kompromisslosigkeit bis dahin völlig unbekannt war. PANTERA brachten mich, nach Hard Rock und Heavy Metal auf die nächste Stufe harter Musik.
Ja, damals war noch alles neu und es galt vieles zu entdecken.

“He, da steht doch THROWDOWN über dem Review! Was soll das denn? Haben PANTERA etwa eine neue Platte am Start?“
All die Fragen, die Ihr Euch jetzt stellt sind natürlich berechtigt und nein, PANTERA sind nicht wieder auferstanden.
Allerdings ist der Geist des ehemals wichtigsten texanischen Exportguts – neben Öl und fragwürdigen Präsidenten – auf THROWDOWNs drittem Album allgegenwärtig. Und zwar so aufdringlich, dass man ohne weiteres von einer billigen Kopie sprechen kann.
Dies liegt in erster Linie an der Stimme Dave Peters. Von einer leichten Ähnlichkeit zu Phil Anselmos Organ zu sprechen wäre massiv untertrieben, da sich der gute Dave selbst Feinheiten des PANTERA Sängers angeeignet hat. Nur die klar gesungenen Passagen und spitze Schreie, die Anselmo zu einem echten Könner machten, lässt er dabei aussen vor – bleibt nur noch das Geschrei, keine Abwechslung also.
An der Gitarrenfront sieht es aber auch nicht besser aus. Zwar werden im Infoblatt Bands wie METALLICA und SEPULTURA als Einflüsse angegeben, davon höre ich auf “Venom And Tears“ aber leider nichts. Immer wieder dieselbe Abkupferei. Wo sind die Soli, die abgefahrenen Ideen eines Dimebag Darrell? Da mischen THROWDOWN lieber eine Prise Langeweile (in Form von stumpfem Hardcore) mit unter, wenn es einmal Zeit für etwas Abwechslung wäre.

Besser wird es erst gegen Ende. Der Titeltrack und “I´ll Never Die A Poisoned Death“ schlagen weitaus rockigere Töne an. Das mittig plazierte “Cancer“ hätte es auch beinahe geschafft mich davon zu überzeugen, dass so etwas wie eine eigene Identität in THROWDOWN steckt – denkste, nur ein Instrumental.

Vielleicht rege ich mich ja jetzt etwas zu sehr auf, aber es können mir doch weder Band noch Plattenfirma weismachen wollen, dass es sich hierbei nicht um ein völliges PANTERA Plagiat handelt!
Allen PANTERA Fans, denen diese in Amerika ach so angesagte Band als guter Ersatz für die Texaner empfohlen wurde, rate ich weder Zeit noch Geld in diese Kopie zu stecken und statt dessen zum Original zu greifen. Für THROWDOWN Fans gilt dasselbe.

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16.09.2007

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1 Kommentar zu Throwdown - Venom And Tears

  1. Another Voice sagt:

    Na ja etwas übertrieben.. Ne schlechte Kopie ist das Album definitiv nicht. 7,5/10 Punkte müssten das mindestens sein…

    7/10