Under Falling Leaves - The Rising Darkness

Review

Wenn ein Marathonläufer mit Konditionsproblemen statt den obligatorischen 42,195 Kilometern nur einen 100 Meter Sprint hinbekommt, dann sollte er entweder härter trainieren oder eine andere Sportart wählen. Schach zum Beispiel. Der Band UNDER FALLING LEAVES will ich nicht unterstellen, dass sie zu wenig übt, aber mehr Ausdauer wäre doch wünschenswert. Die Passagen in ihren Musikstücken mit Doublebass-Trommelfeuer klingen nämlich unglaublich geil, sind aber viel zu kurz. Der Rest der Songs ergeht sich in langweiligem Gerödel und langsamen Stampfen.

Die Trash / Hardcore Band UNDER FALLING LEAVES aus Hamburg nahm 2005 ihre erste Demo auf. Während die vier Jungs 2006 Live-Erfahrungen sammelten, erschien ein Jahr später die EP „Between Hope And Revenge“. Jetzt also die EP „The Rising Darkness“.
Der Einstiegs-Song „Lords Of Destruction“ beginnt mit Schlachtenlärm (das scheint für viele junge Bands irgendwie In zu sein) und entpuppt sich dann als ein Thrasher in mittlerem Tempo. In der Mitte ist der Song etwas schneller, aber auch nur kurzzeitig. Der beste Song der EP ist der zweite Song, „Road To Hell“. Am Anfang erklingen die Gitarren unverzerrt, umso brutaler dann das Doublebass-Trommelfeuer in bester NEAERA-Manier, das über den Hörer hereinbricht. Leider verliert sich der Song kurz darauf im mittleren Tempo. Auch „Serial Killer“ kann nicht in Gänze überzeugen. Der Beginn ist wieder schön schnell, dann herrscht wieder mittleres Tempo, ebenso wie im letzten Lied „The End“. Ein Stilmittel zieht sich durch alle Songs: Stellen, die sich vom Rhythmus her am besten mit dem Wort „stolpernd“ beschreiben lassen.
Positiv hervorzuheben wäre die sehr gute Produktion der EP. Der Sound der Gitarren ist gut, das Schlagzeug klingt fett und die Shouts und Growls des Frontsängers können auch überzeugen. Aber die gute Produktion und die schönen Doublebass-Passagen stehen dem überwiegend durchschnittlichen Songmaterial gegenüber. Uninspiriertes Gerödel und langweilige, langsame Parts dominieren die Songs.

Diese EP tut niemandem weh und ist kein totaler Reinfall. Um aber in der oberen Liga mitlaufen zu können, müssen sich die Jungs von UNDER FALING LEAVES noch gehörig steigern.

12.01.2009

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