Watch Out Stampede - Reacher

Review

„Reacher“ ist das Debütalbum der im Jahr 2011 in Norddeutschland gegründeten WATCH OUT STAMPEDE. Der Fünfer aus Bremen serviert darauf eine knackige Mischung aus Post-Hardcore, Metalcore und Modern Metal, die im Laufe einer reichlichen halben Stunde durchaus gute Unterhaltung bietet, dabei allerdings weder mit sonderlich viel Innovation, noch mit ausgesprochenen Glanzlichtern aufwarten kann.

Das liegt nicht an der nötigen Hingabe – man hört den zehn Tracks zweifelsfrei an, dass die Musiker bei den Aufnahmen mit gehöriger Leidenschaft zu Werke gegangen sind. Und auch der Sound der Scheibe ist zwar etwas glatt gehalten, für Genreverhältnisse – und insbesondere für ein Debüt – aber rundweg in Ordnung. Das Problem ist vielmehr, dass WATCH OUT STAMPEDE am Ende einfach nicht eigenständig genug sind, um mit ihrem Material nachhaltig Eindruck zu schinden.

Nach kurzem Intro mit wummernden Elektronik-Beats prescht der Opener „Witch Trial“ mit viel Energie voran, allerdings entpuppt sich der Track relativ schnell als halbgare Ansammlung typischer Stilmittel des Modern-Segments – wuchtige Strophenparts, die unisono mit der Doppelfußmaschine dahinlärmen, Allerwelts-Riffs aus der Metalcore-Wühltruhe sowie Shouts und Cleangesang im stetigen, vorausschaubaren Wechsel. Obendrauf gibt es leidlich uninspirierte Texte der Preisklasse „Now it’s time to take back what’s mine. I make sure you burn in hell.“ oder „Now you have nothing, but I own you heart. With every step we’re further apart.“ Naja.

Bevor jetzt allerdings der Eindruck entsteht, bei „Reacher“ handele es sich um absoluten Schund, sei auf bereits eingangs Erwähntes hingewiesen: Songs wie „We Are The Branches“ oder der Titeltrack machen durchaus Laune und besitzen Hit-Potenzial. Nur: Legt man sie auf dem Reißbrett übereinander, sind sich die Tracks am Ende nicht nur zu ähnlich, sondern besitzen auch einfach zu wenig Substanz, um sich nach ein paar Durchläufen nachhaltig im Gedächtnis festzusetzen.

Dennoch ist „Reacher“ eine grundsolide Genre-Scheibe und vor allem als Debüt zweifelsfrei eine respektable Leistung. Und sollte einem der Name WATCH OUT STAMPEDE auf den Konzert- und Festivalbillings der Republik einmal unterkommen, täte man gut daran, mal ein Ohr zu riskieren. Denn die zehn Nummern, die die Jungs hier abliefern, werden live um einiges besser funktionieren. Will sich die Band aber langfristig einen Namen im gesättigten Modern-/Post-Hardcore-Bereich machen, muss sie (auf ihrem Zweitling) eine kleine Schippe drauflegen.

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19.06.2014

"Am Ende isses immer Arbeit."

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