
Die persönliche Top 10 von ...
Michelle Fallmann, CELESTIELLE
Special
Michelle Fallmann – CELESTIELLE

Hey! Ich bin Michelle Fallmann und habe 2025 mein eigenes Soloprojekt CELESTIELLE ins Leben gerufen. Am 12.12. erschien meine erste EP „REQUIEM“. Sie vereint Black- und Doom-Metal mit liturgischen Klangwelten, klarem, choralem Gesang und erzählt die kleine Geschichte einer Totenmesse. Inhaltlich setze ich mich mit Themen auseinander, die mich persönlich stark beschäftigen: patriarchale Gewalt, Feminismus und den Zusammenhalt von FLINTA-Personen. Diese Motive bette ich in eine mystische Bildsprache ein.
Mein musikalischer Weg überrascht viele: Erst seit 2019 höre ich intensiv Metal, und Black Metal begleitet mich sogar erst seit Anfang 2023 – wurde aber in kürzester Zeit ein essenzieller Teil meiner Identität. Davor prägten mich als Kind vor allem Popmusik und in meiner Teenagerzeit Hip-Hop. Klavier spiele ich seit meiner Kindheit, Gitarre lerne ich erst seit Ende 2019 autodidaktisch.
Ich freue mich, euch hier einen kleinen Einblick in meinen Musikkosmos zu geben 🙂
Diese Musik hatte den größten Einfluss auf meine persönliche musikalische Entwicklung:
Es fällt mir schwer, einzelne Einflüsse klar zu benennen, weil sich meine musikalischen Welten gefühlt im Vierteljahrestakt verändern und erweitern. Wenn ich in meine Kindheit zurückblicke, bin ich jedoch unglaublich dankbar, dass es damals Künstlerinnen wie LADY GAGA gab, die das Absurde, Exzentrische und Grenzenlose schon früh für mich greifbar gemacht haben.
Betrachte ich meine „Metal-Zeit“, dann war SLIPKNOT definitiv mein Einstieg – für viele der Anfang, bei mir eben nur deutlich später. Eine Band, die mich nachweislich nachhaltig geprägt hat, ist LAMP OF MURMUUR; mit diesem Projekt ist meine Liebe zum Black Metal so richtig aufgeblüht. Gleichzeitig bin ich unheimlich dankbar für viele Künstler*innen außerhalb des Metal, die jedoch die „Black“-Essenz auf völlig eigene Weise treffen: etwa CHELSEA WOLFE, IC3PEAK, KAELAN MIKLA oder LINGUA IGNOTA.
In den letzten Jahren hatte ich das große Glück, beeindruckende Bands mit Frauen zu entdecken und insbesondere in den Doomgaze einzutauchen. (DOLCH) und BATHSHEBA haben mich hier besonders abgeholt. Mit CELESTIELLE fühle ich mich sowohl in ihrer Kompositionsweise als auch in der Stimmung, die sie erschaffen, sehr verbunden. Auch wenn ich diese Bands erst spät in meinem eigenen Schaffensprozess entdeckt habe, haben sie meine Vision umso stärker gefestigt.
Meine aktuelle Top 10
Michelle von CELESTIELLE – playlist by metal.de | Spotify
MESSA – „The Dress“
MESSA gehören für mich zu den innovativsten und emotional berührendsten Bands überhaupt. Seit ich sie Anfang des Jahres entdeckt habe, lassen sie mich nicht mehr los. Die Mischung verschiedenster Genres zeigt, wie hervorragend die Band im Gesamten funktioniert. Und Sara ist für mich eine der beeindruckendsten Sänger*innen überhaupt. In „The Dress“ entfalten sich die Nuancen der Band besonders eindringlich – parallel behandelt der Song ein enorm wichtiges, verletzliches Thema.
LAMP OF MURMUUR – „Seal of the Dominator“
Dieser Song ist inzwischen Teil meiner DNA, sage ich immer. „Saturnian Bloodstorm“ war eines der ersten Black-Metal-Alben, das mich tief bewegt hat – besonders dieser Track. Man hört einfach, wo die Musik herkommt, und spürt die Liebe dafür. Ohne LAMP OF MURMUUR würde es mein eigenes Projekt CELESTIELLE in dieser Form vermutlich nicht geben.
THE LAST DINNER PARTY – „The Feminine Urge“
Dieser Song hat mich wohl so sehr berührt, dass ich mir den Titel unter die Haut habe stechen lassen. THE LAST DINNER PARTY ist live wie auf Platte eine unfassbar beeindruckende Band – komplett in FLINTA-Besetzung, mit starken Themen rund um Weiblichkeit und Queerness, verpackt in eingängigen Rock mit Vintage-Touch. Beide Alben sind für mich echte Meisterwerke.
MYRKUR – „The Serpent“
Nachdem ich einem Bekannten eine meiner Demos geschickt hatte, schickte er mir diesen Song zurück – und er ist für mich bis heute der Inbegriff dessen, was Weiblichkeit im Black Metal ausdrücken kann. Das gesamte Album ist eine enorme Messlatte, vor allem für mich selbst.
WITCH CLUB SATAN – „Birth“
Ich werde nie vergessen, wie Victoria hochschwanger mit Zwillingen auf der Bühne stand und mit unglaublicher Intensität und Brutalität die ersten Zeilen dieses Songs herausbrüllte. Pure Gänsehaut. Diese Band verkörpert für mich Black Metal in seiner reinsten Form.
IC3PEAK – „I’m Not Evil, I’m Sad“
IC3PEAK sind für mich ein ästhetisches Vorbild. Obwohl sie keinen Black Metal machen, gibt es kaum eine Band, die diesen Spirit so sehr ausstrahlt. Gleichzeitig stehen sie für eine wichtige politische Bewegung in Russland. Die Einflüsse russischer Volksmusik geben mir zudem ein starkes Gefühl von Nostalgie, da beide meiner Eltern in der Sowjetunion aufgewachsen sind und ich dementsprechend mit der Sprache und Kultur groß geworden bin.
CHELSEA WOLFE – „Vex“
Produktions- und charaktertechnisch ist „The Culling“ für mich wirklich eines der überragendsten Werke, die ich kenne. Der düstere Charakter zusammen mit dieser super rohen und zugleich höchst modernen Produktion ist einfach nur ein absolutes Meisterwerk für die Musik.
DARKHER – „Moths“
DARKHER schafft es, mit enormer Ruhe eine unfassbare Intensität und Emotionalität zu erzeugen. Vor allem der doomige Part am Ende hat mein eigenes Songwriting stark geprägt.
COLTAINE – „Memories Of Ice“
COLTAINE ist für mich eine eher neue Entdeckung, auch wenn ich den Namen davor schon oft gehört habe. Gerade jetzt, wo ich aktuell für ein halbes Jahr in Norwegen wohne und viel von Natur, Kälte und Wasser umgeben bin, trifft ihre Musik mein aktuelles Lebensgefühl besonders gut. In ihrem Sound stecken viele Elemente, die mich stark inspirieren und die ich mir auch für die zukünftige Entwicklung von CELESTIELLE vorstellen kann.
DELILAH BON – „I Wish A Bitch Would“
DELILAH BON ist ein Projekt, das ich seit einigen Jahren verfolge. Die Atmosphäre auf ihren Konzerten ist unbeschreiblich – man muss sie erlebt haben. Sie kritisiert offen patriarchale Strukturen, setzt sich gegen Gewalt an FLINTA- und queeren Personen ein und zeigt ihre Wut klar und direkt. Sie gibt vielen Menschen ein Gefühl von Zugehörigkeit. In „I Wish A Bitch Would“ bringt sie systematische Gewalt und die daraus entstehende Wut auf den Punkt wie kaum jemand sonst.
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| Bands | |
|---|---|
| Stile | Heavy Metal |
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Alex Becker































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