Prophets of Rage - Prophets Of Rage

Review

RAGE AGAINST THE MACHINE sind tot! Lang leben PROPHETS OF RAGE! Die neue Supergroup der RATM-Musiker Tom Morello (Gitarre), Tim Commerford (Bass) und Brad Wilk (Drums) dürfte wohl der endgültige Grabstein für die Crossover-Legende sein. Während die drei bei AUDIOSLAVE (mit dem verstorbenen SOUNDGARDEN-Frontmann Chris Chornell als Sänger) in den 2000ern vom Rap-Metal-Crossover weg in Richtung Alternative Rock schwenkten, knüpfen die PROPHETS OF RAGE nahtlos an den Sound von RAGE AGAINST THE MACHINE an. Am Mic sind diesmal B-Real (CYPRESS HILL) und Chuck D (PUBLIC ENEMY). Zudem steht DJ Lord (ebenfalls PUBLIC ENEMY) hinter den Turntables. Das selbstbetitelte Debütalbum bringt knackige zwölf Songs auf die Waage.

Das Opener-Double “Radical Eyes”/”Unfuck The World” ist direkt ein Statement, das sich gewaschen hat. Pure Aggression trifft auf funkige grooves. B-Real und Chuck D klingen zwar nicht so angepisst wie Zack de la Rocha seiner Zeit, doch dafür bringen die beiden ihren ganz eigenen Flow mit. Musikalische Experimente gehen PROPHETS OF RAGE derweil kaum ein. Überraschungen wie das sehr Hip-Hop-lastige “Take Me Higher”, das zudem mit einem Flamenco-Intro beginnt, sind sehr rar gesät. Stattdessen bekommen Fans der beteiligten Musiker genau das, was sie erwarten. “Prophets Of Rage” ist im Prinzip das vierte RAGE-AGAINST-THE-MACHINE-Studioalbum, das wir nie bekommen haben. Die einzige echte Neuerung ist der Einsatz von DJ-Lords Turntables. Die bleiben aber oft im Hintergrund. Das kurze Interlude “Counter Offensive” ist eine der wenigen Möglichkeiten, bei denen der DJ mal wirklich sein Können zeigen kann.

Prophets Of Rage wissen einfach, wie es geht

Das kommt natürlich auch daher, dass Tom Morello immer noch die verrücktesten Sounds aus seiner Gitarre herausholt, sodass sein Spiel oft schon wie das Scratchen eines DJs klingt. Gemeinsam mit seinen langjährigen Mitstreitern Commerford und Wilk, bringt er weiterhin die härtesten Grooves diesseits des Menschenmöglichen auf’s Pflaster. Eine bessere Basis könnten sich B-Real und Chuck D für ihre wütende Message nicht wünschen. Auch wenn der Band auf “Prophets Of Rage” kein neuer Überhit der Marke “Killing In The Name Of” gelingt, ist das Songmaterial durchweg großartig. Mittwippen ist hier mindestens Pflicht, wenn ihr nicht direkt den ganzen Laden um euch herum zerlegt. RAGE-AGAINST-THE-MACHINE-Stammproduzent Brendan O’Brien hat die Platte zudem angemessen in Szene gesetzt. Dem Sound der großen RATM-Klassiker steht das Album in keiner Weise nach.

PROPHETS OF RAGE liefern mit ihrem Debütalbum die beste Rap-Metal-Platte seit 1999 ab. “Prophets Of Rage” ist die logische Fortsetzung von “The Battle Of Los Angeles” und ein verdammt fettes Brett!

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14.09.2017

"Irgendeiner wartet immer."

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