
Eye Of Melian
"Jeder Song steht für einen eigenen Moment in Raum und Zeit."
Interview
EYE OF MELIAN veröffentlichen heute ihr zweites Album „Forest Of Forgetting“ via Napalm Records. Zu diesem Anlass sprachen wir mit Sängerin Johanna Kurkela über das Projekt, die Unterschiede zu den ähnlich gelagerten AURI und das Cover von BRUCE DICKINSONs „Tears Of A Dragon“.
Hallo und danke für deine Zeit! Erzähl uns etwas über EYE OF MELIAN. Was ist die Idee hinter dem Projekt?
Danke dir, Jannik – schön, mit dir zu sprechen.
Die Idee hinter Eye Of Melian ist ganz einfach: Wir wollen Musik machen, die wir selbst lieben und die uns in dieser Welt noch fehlt. Wir übertragen die Energie von Tolkiens „Herr der Ringe“-ähnlichen Reichen in unsere Zeit – durch Musik, getragen von epischen, filmscoreartigen Orchestrierungen und eingängigen, melodischen Gesangslinien.
Was unterscheidet EYE OF MELIAN von AURI – einer anderen Band, in der du singst? Wo liegen Gemeinsamkeiten?
AURI fühlt sich für mich wie ein verspielter „Alice im Wunderland“-Kaninchenbau an, in den wir beim Komponieren gemeinsam hineinstürzen – alles ist möglich. Bei EYE OF MELIAN ist die musikalische Welt klarer definiert, auch wenn es innerhalb dieses Kosmos immer wieder neue, spannende Facetten zu entdecken gibt.
Mit Troy Donockley ist ein weiterer AURI-Kollege auf dem Album vertreten. Auch Patty Gurdy ist dabei. Warum gerade die beiden?
Die musikalische Energie, die Patty und Troy einbringen, passt perfekt zu unserem Sound. Mit Troy bin ich seit Jahren befreundet, Patty habe ich durch diese Zusammenarbeit kennengelernt. Es ist immer etwas Besonderes, Gleichgesinnte zu treffen und gemeinsam Musik zu teilen. Ihr Talent hebt die Songs spürbar auf ein neues Level.
Folgen die Songs einem lyrischen Konzept?
Nein, jeder Song steht für einen eigenen Moment in Raum und Zeit. Dennoch bewegen sie sich lose unter dem Dach von „Forest Of Forgetting“ – einem Ort, an dem man Sorgen und einengende Geschichten ablegen und sich an sein wahres Wesen erinnern kann: Freiheit, Liebe, Verbundenheit und Kreativität.
Warum habt ihr BRUCE DICKINSONs „Tears Of A Dragon“ gecovert?
Der Song kam durch Mikko ins Spiel. Kurz nachdem wir unseren ersten Plattenvertrag bei Napalm Records unterschrieben hatten, wollten wir das feiern – auch weil wir alle eine Vergangenheit im Metal haben und Napalm ebenfalls stark im Metal verwurzelt ist.
Also fanden wir die Idee spannend, einen legendären Metal-Track in unserem Stil zu interpretieren. Mikko hat den Song vorgeschlagen und das Arrangement übernommen – der Rest ist Geschichte. Er passt so gut in unsere Welt, dass er sich fast wie ein eigener EYE-OF-MELIAN-Song anfühlt.
Gibt es weitere Songs oder Artists, die ihr im EYE-OF-MELIAN-Stil interpretieren würdet?
Aktuell liegt unser Fokus klar auf eigener Musik. Aber wer weiß – vielleicht reizt es uns irgendwann wieder.
Wer ist für welche Teile im Songwriting von EYE OF MELIAN verantwortlich?
Das Fundament kommt von Martijn. Seit seinem ersten DELAIN-Album bin ich ein großer Fan seines Songwritings. Die Art, wie er Musik in diese Welt bringt, sorgt bei mir jedes Mal für Gänsehaut. Mikko ergänzt das mit seinen orchestralen Arrangements, die diese sphärischen Melodien tragen, und ein Großteil der Texte stammt von Robin. Für mich fühlt sich diese Musik wie ein spirituelles Zuhause an.
Euer erstes Album war selbstproduziert und lief eher unter dem Radar. Jetzt seid ihr bei Napalm Records – wollt ihr mit EYE OF MELIAN stärker nach außen treten?
Auf jeden Fall. Dieser seltene, erhebende und zugleich sichere Raum, den wir mit Eye Of Melian geschaffen haben, ist eine Energie, die wir weitertragen und mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt teilen möchten.
Plant ihr eine Tour mit EYE OF MELIAN?
Ja. Letztes Jahr haben wir unsere ersten Shows im Rahmen von AURI gespielt, um Live-Erfahrung zu sammeln. Dieses Jahr gehen wir erstmals auf eigene Tour durch Finnland – und hoffen, in den kommenden Jahren viele weitere Bühnen in Europa und darüber hinaus zu bespielen.
Danke dir für deine Zeit – die letzten Worte gehören dir.
Danke für dein Interesse und deine Zeit. Wir hoffen, du begleitest uns in den „Forest Of Forgetting“ und findest in seiner Umarmung Inspiration, Kraft und Freude.
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| Band | |
|---|---|
| Stile | Neofolk, Neoklassik |
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Jannik Kleemann
































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