Soliloquium - Upheaval

Review

SOLILOQUIUM waren dieses Mal besonders schnell: Im Frühling des vergangenen Jahres erschien „Famine“, nun steht mit „Upheaval“ bereits das nächste Album an. Laut Beschreibung fokussierte sich der Vorgänger auf die Vergangenheit, während das neue Album die Gegenwart behandelt. Es geht um das Außenseiterdasein und Rollen, die einem aufgedrückt werden. Das klingt nach einem passenden Soundtrack in Form einer Dreiviertelstunde melodischem Death Doom.

SOLILOQUIUM erheben sich

Die treibende Kraft hinter SOLILOQUIUM ist Stefan Nordström, der für Gesang, Gitarren und Songwriting zuständig ist. Neben seinen Bandkollegen Henrik Ekholm am Bass und Xines am Schlagzeug hat Nordström erneut einige Gastmusiker eingeladen. Diese steuern unter anderem Gesang bei, wie Toni Hattaka auf „Tightrope“. Doch auch im Metal eher ungewöhnliche Instrumente kommen zum Einsatz: Auf „Family Ties“ ist beispielsweise Vittorio Sabelli mit seiner Klarinette zu hören.

Das Grundgerüst bildet weiterhin eine Mischung aus Melodic Death Metal und Doom Metal. Leichte progressive Anleihen finden sich ebenfalls, sodass man stilistisch grob bei OPETH, MY DYING BRIDE und älteren KATATONIA landet. Die Mischung aus düsteren Growls und ruhigem Klargesang funktioniert gut, auch die Instrumentierung passt dazu. In den ruhigeren Parts hören wir klagenden Clean-Gesang, während Nordström in den härteren Passagen die Growls auspackt.

Auf ihrem sechsten Album servieren die Stockholmer somit wenig Neues, haben aber den richtigen Veröffentlichungstermin gewählt. „Upheaval“ passt musikalisch wie stimmungstechnisch hervorragend zur kälter werdenden Jahreszeit. Die erdige, düstere Produktion trägt ihren Teil dazu bei.

„Upheaval“ passt gut in den Herbst

SOLILOQUIUM haben ein Herbstalbum aufgenommen, mit dem sie keinen Fan vor den Kopf stoßen dürften. Wer die genannten Bands mag oder melancholische INSOMNIUM-Atmosphäre sucht, zumindest in den schnelleren Passagen, wird mit „Upheaval“ glücklich.

20.10.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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