Born From Pain
Interview mit Rob Franssen zu "Dance With The Devil"

Interview

Born From Pain

„Nie und nimmer gebrochen“ – wenn es nach Front-Brüller Rob Franssen geht, dann darf im Nachruf der Niederländer von BORN FROM PAIN genau das nicht vergessen werden. Mit ihrem neuen Werk „Dance With The Devil“ bleibt sich die Hardcore-Institution auf jeden Fall treu und rebelliert, dass man schon vom Zuhören blaue Flecken kriegt. Wir sprachen mit Rob über die neue Platte und die Tatsache, dass Hardcore eine verdammte Lebenseinstellung und nicht nur ein Musik-Genre ist.

„V wie Vendetta“, warum zitiert ihr diesen Film?

Wir wählten diese „Good evening London“-Rede aus dem Film, weil sie genau das ausdrückt, was wir selbst denken und wozu wir anregen möchten. Außerdem hat der Film eine extrem wichtige Botschaft, die heutzutage aktueller denn je ist.

Was war zuerst da – die Musik oder die Texte?

Wir wollten einfach spontan eine Platte schreiben und haben im Proberaum gleich versucht, alles, was wir so an Ideen herumliegen hatten, zu verwenden, einfach gespielt und drauf eingehackt. Da kam viel Gutes bei rum, unserer Meinung nach. War alles eigentlich um einiges entspannter als beim letzten Album. Während wir beim letzten Album noch experimentiert haben, wollten wir hier halt auch wieder mehr Vollgas geben.

Alles, was wir geschrieben haben, ist auch auf der Platte gelandet. Wenn wir uns bei Songs nicht ganz sicher sind, nehmen wir sie erst gar nicht auf und das wird schon in der Entstehungsphase aussortiert. Vom ersten Riff bis zum fertigen Album hat es etwa 7-8 Monate gedauert. Wir haben einen Monat verloren mit den Aufnahmen, weil ich mittendrin sehr erkältet war und deshalb den Gesang erstmal verschieben musste.

Wie informiert ihr euch bei BORN FROM PAIN übers Tagesgeschehen? Wie sortiert ihr den Dreck aus?

Wir informieren uns, aber nicht um uns die Wahrheit zu holen. Eher erkennt man da erst richtig, wie manipulativ die Nachrichtenagenturen agieren und wie den Leuten irgendeine Wahrheit eingetrichtert wird. Wenn man mal auf die Suche geht im Netz, wo es noch Alternativen zur Mainstream-Info gibt, kann man sich schon ein besseres Bild von den meisten Sachen machen. Man muss realisieren, dass die Presse das schreibt, was auch durch ihre Inhaber verlangt und unterstützt wird. Wenn man weiß, wer die Besitzer der meisten großen Newsoutlets sind und wo die alles mit drin stecken, ist es nicht mehr schwierig zu erkennen, worum es hier geht.

„Chokehold“ sprüht vor Energie, worum geht es in dem Song?

Der handelt von verlorener Liebe und somit einem dunklen Kapitel in meinem Leben. Die Musik hat eine bestimmte hektische, angespannte Atmosphäre und das passt gut zum Inhalt. Normalerweise gebe ich nicht viele Einblicke in meine persönlichen Gefühle in BORN-FROM-PAIN-Texten, hier aber schon.
Born From Pain

Was muss passieren, damit die satten Friedenskinder endlich aufwachen? Muss es früher oder später knallen?

Das Erwachen der Leute, dass sie endlich sehen wie die Welt wirklich funktioniert, das muss stattfinden. Dann kommt der Rest von selbst. Es wird noch einiges passieren müssen, bevor die Masse auch wirklich anfängt zu kämpfen, aber es wird über die Jahre schon immer mehr und wird auch immer mehr werden, weil die, die die Welt beherrschen, immer mehr anfangen, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ich habe Vertrauen, ja. Man kann jemandem nicht ewig ins Gesicht spucken. Irgendwann kriegt man eine Klatsche zurück.

Tourpläne?

Wir sind zwischen Weihnachten und Silvester auf unserer jährlich wiederkehrenden Tour. Diesmal veröffentlichen wir gleichzeitig mit  FINAL PRAYER. Und CITY TO CITY sind auch dabei. Kommt alle rum! (lacht)

Bisherige musikalische Highlights 2014?

Puh, da gibt es einiges und zu viel, um es alles zu erwähnen. Geile Platten kamen raus von MADBALL und DIABLO BLV, um mal zwei zu nennen. Auch kamen einige geile neue Bands dazu, die noch nichts draußen haben oder nichts in diesem Jahr, sich aber den Arsch abspielen und geile Live-Shows abliefern. Hardcore und Metal sind quicklebendig!

Was soll im Nachruf von BORN FROM PAIN auf jeden Fall stehen?

„Nie und nimmer gebrochen“.

Das letzte Wort hast du...

Informiert euch und lasst euch nicht für dumm verkaufen. Die Wahrheit ist da. Man muss sie nur sehen wollen.
Checkt DWTD aus und besucht uns irgendwo auf einer Show. Es wird euch nicht enttäuschen. (lacht)

 

Galerie mit 16 Bildern: Born From Pain auf dem Summer Breeze Open Air 2017
01.12.2014

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 33634 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Born From Pain auf Tour

19.08. - 21.08.21Reload Festival 2021 (Festival)As I Lay Dying, Testament, Gloryhammer, Fever 333, Static-X, Dark Tranquillity, Jinjer, Lacuna Coil, Life Of Agony, Perkele, Phil Campbell and the Bastard Sons, Smoke Blow, Terror, Die Kassierer, Russkaja, The Black Dahlia Murder, Municipal Waste, Tankard, Darkest Hour, Bleed From Within, Pro-Pain, H2O, Stray From The Path, Heavysaurus, Watch Out Stampede, Mr. Irish Bastard, Born From Pain, Our Hollow Our Home, Cypecore, Sibiir, Dirty Shirt, Crushing Caspars, Tears For Beers, Emily Falls und ControversialReload Festival, Sulingen, Sulingen

Kommentare