Born From Pain - Dance With The Devil

Review

Galerie mit 16 Bildern: Born From Pain auf dem Summer Breeze Open Air 2017

Du, Du, Du und Du, ja ihr alle seid BORN FROM PAIN. Eine Geburt ist schließlich kein Zuckerschlecken, ebenso wenig wie die neue Platte „Dance With The Devil“. Die Hardcore-Bollos ziehen gekonnt alle Register und verteilen musikalische Backpfeifen, bis jeder heult. Allerdings geht es dabei inhaltlich weniger um die Geburt an sich, als um den ganzen Scheiß mit dem man sich danach rumschlagen muss. Musikalisch graben BORN FROM PAIN nicht nur ihr zugeteiltes Hardcore-Beet um und streunern stattdessen wieder fleißig im Punk, Thrash Metal und Death Metal-Bereich.

Ausgeschmückt mit Filmzitaten (ich tippe mal stark auf den grandiosen Film „V wie Vendetta“), kann die Stumperei auf „Dance With The Devil“ schon beim ersten Durchlauf überzeugen. Heftige Mosh-Riffs klatschen mit zackigen Tempowechseln ab und hinterlassen ein wahres Schlachtfeld, entstanden aus Testosteron, Wut, Spaß und entladenen Aggressionen. So einfach kann es gehen, aber es funktioniert seit 1997 und zwar deshalb,weil BORN FROM PAIN zwar die Klischees zwar nicht unbeachtet lassen, aber trotzdem immer wieder die Zutaten durch wirbeln und somit nicht wirklich vorsehbar oder gar stumpf sind. So gibt es im Titeltrack ein anständiges Solo, markante Gastbeiträge mit Matthi von NASTY, Scott von TERROR, niederländische Reime vom Rapper DEF P, Groove mit dreckig reingespuckten Gangshouts in „Chokehold“ (hochgereckte Fäuste zu „…breathe in, breathe out…“) und mit „“Bleed The Poison“ einen wütenden Punk-Rock-Bastard, der dem Hörer ruppig aber gründlich die Leviten liest. Bei den Kooperationen sticht besonders „Truth of the Streets (feat. Matthi Nasty)“ heraus, resignierte Gitarrenmelodien lösen hier einen kargen stampfenden Einstieg ab und in knappen drei Minuten werfen uns die Hardcore-Veteranen alles vor die Füße, was man wissen muss.

BORN FROM PAIN trümmern nicht einfach nur einen losen Rahmen zusammen, der für den Moment schön aussieht. Nein, die Band füllt die Songs mit Inhalten und rebelliert gegen Faschismus, Unterdrückung und Gleichschaltung. Aber ihr wisst ja Leute: If you’re looking for the guilty, you need only look into a mirror…

18.11.2014

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