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Interview mit Gitarrist und Sänger T.Kaos zu "Svn Eater"

Interview

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Es hat sich einiges getan im Lager der britischen Prügelknaben von LVCIFYRE. Machte das Debütwerk „The Calling Depths“ noch den Eindruck, der Vierer bewege sich hauptsächlich einer eindimensionalen Schredder-Schiene, wirkt „Svn Eater“ deutlich vielseitiger. Insgesamt strahlt das Werk nur so vor dunkler Energie, zu welcher metal.de Gitarrist und Sänger T.Kaos befragte.

Hallo Tomasz und gutes Neues Jahr nach London! Ihr seid noch nicht so lange gemeinsam unterwegs. Kannst Du mal umreißen, was LVCIFYRE so ausmacht?

Hi! Es geht um befreiende Vibrationen. Die zornige, akustische Form unter dem Banner des Death Metals.

Euer erstes Album “The Calling Depths” war ein mächtiger Hassbrocken. So gut wie keine Zeit durchzuatmen, pures Geschredder. “Svn Eater” geht einen etwas anderen Weg. Viel bedrohlicher mit größerem Fokus auf eine bedrückende Atmosphäre. Bist Du mit dieser Entwicklung zufrieden?

Absolut! Wir sind zu 100 Prozent zufrieden mit dem Ergebnis von “Svn Eater” ohne irgendwelche Kompromisse. Wir haben auf diesem Album etwas anders gearbeitet als noch beim Vorgänger, mehr Druck und Wert auf die generelle Atmosphäre gelegt. Außerdem sind wir jedem fremden Einfluss in unsere Musik aus dem Weg gegangen. Wir wollten die pure Wut und kolossale Heaviness. Genauer gesagt ist “Svn Eater” deutlich bedrohlicher, noch entschiedener auf den Punkt zugeschnitten und mit einer dunklen Atmosphäre ausgestattet, die dich erbarmungslos in ihren schwarzen Sarg zieht.

Würdest du zustimmen, dass ”Svn Eater” merklich düsterer aufgestellt ist, als noch ”The Calling Depths“?

Ich stimme auf jeden Fall zu. ”Svn Eater” kommt mit einem deutlich höheren Intensitätslevel daher. Wir haben das Gefühl, endlich etwas erweckt zu haben. Ich glaube LVCIFYRE ist zu einer deutlich mächtigeren Zelle geworden als noch auf “The Calling Depths“.

Woher stammt eigentlich dieser starke Entwicklungstrend? Hat das etwas mit eurem neuen Gitarristen Dictator zu tun?

Dictator ist derzeit nur unser Live-Gitarrist, wobei unsere Rehearsals sehr limitiert ist, seitdem er wieder zurück nach Zypern gegangen ist. Er ist ein großartiger Gitarrist, doch was viel wichtiger ist, er passt mit seinen spirituellen Ansichten in unsere Vision des Death Metal. “Svn Eater“ wurde ausschließlich von Cultus, Menthor und mir geschrieben.

Wer hat das fette Cover für “Svn Eater” gezeichnet? Ich bin sehr begeistert davon, da es in etwa jenes Bild repräsentiert, was ich beim Hören des Albums im Kopf habe.

Das ist ein guter Aspekt. Das Gefühl hatte ich bisher noch gar nicht. Der verantwortliche Künstler heißt Timo Ketola. Es war eine tolle Sache, mit ihm zu arbeiten, niemand hätte das wohl besser visuell ausdrücken können.

Welche visuelle Aufstellung würde in deinen Ohren und Augen am besten zu “Svn Eater“ passen?

Wenn du nach Live-Auftritten fragst, dann würden die magere Leere eines schwarzen Lochs sowie fraktale Feuerprojektionen perfekt zu unserer Musik passen.

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Einige Songs eurer neuen Platte wie der Titeltrack oder “Night Sea Sorcery” haben etwas Ritualistisches an sich. Welche Message steckt dahinter?

Sehr gut aufgepasst, beide Songs sind Opfergaben an dunkle Götter .Der Titeltrack gilt dem altägyptischen Chaosgott Apep. Der Opener ”Night Sea Sorcery” behandelt die unendlichen Tiefen des Seeungeheuers Leviathan. Die Dunkelheit spielt in allen unseren Songs eine große Rolle. Wenn du noch etwas genauer hinhörst, wirst du das sicher spüren.

Glaubst Du ”Svn Eater” würde seine bedrohliche Aura verlieren, indem ihr die Platte mit einem deutlich moderneren Sound ausstatten würdet?

Wir werden uns niemals in eine solche Richtung entwickeln. Wir kreieren dunkle Musik, düstere Kunst und so lange es ehrlich und ernst bleibt, sehen wir keinen Grund, irgendetwas zu verändern. Keiner dieser modernen Sounds wird jemals zu uns passen. Nicht unser Ding.

Wie “The Calling Depths” und ”Svn Eater” bereits nahelegen, ist LVCIFYRE eine Band, die ihr Selbstverständnis über Chaos und Bösartigkeit definiert?

LVCIFYRE ist ein Ritt auf Messers Schneide, es drückt uns immer wieder nach vorne auf dem Weg, jegliche Schwäche auszumerzen. Diese pulsierende Kraft in uns transformiert sich in immer kompromisslosere Ebenen. Jedes unserer Werke ist ein weiterer Schritt in noch mächtigere, befreite Sphären.

Derzeit habt ihr Mitglieder aus Polen, Portugal und Zypern. Wie passt LVCIFYRE als Band zusammen?

Wir arbeiten sehr gut zusammen und haben sowohl musikalisch als auch grundsätzlich ähnliche Ansichten. Ich denke, das sind auch die wesentlichen Aspekte, die uns verbinden, wobei natürlich die verschiedenen Nationalitäten ebenso stellenweise ein Thema sind.

Um es abzurunden: Werdet ihr jemals eine Live-Band sein?

Wir sind eine Live-Band, wir spielen lediglich nicht allzu viele Shows. Das wird sich aber wahrscheinlich ändern, nachdem “Svn Eater“ seine Schatten geworfen hat.

Danke für das Beantworten der Fragen und macht weiter mit eurer monströsen Arbeit! Falls ich etwas vergessen habe, darfst du gerne ergänzen.

Danke für den Support, wir werden euch weiter vernichten, bis wir tot sind.

07.01.2014

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