Pissdolls
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Interview

Mit “From Hollywood To Hell” haben die PISSDOLLS nicht nur das Arschloch Heinz beeindruckt, sondern auch bewiesen, dass mit dem flotten Dreier aus Aalen in Zukunft ernsthaft gerechnet werden muss. Was uns Patrick Options (Klampfe, Hals) und Doyle Deadlock (Bass, Hintergrund-Hals) so alles über Bier im Allgemeinen und Wasseralfinger Lebensfreude im Speziellen, dämliche Pseudonyme, die Aalener Metalszene und Pornobalken berichten, steht weiter unten:…

PissdollsTach! Wie isset in Hollywood? Oder Aalen, ist ja fast dasselbe… auch so’n Kaff eben. Wie sieht’s metal-technisch aus in Aalen?

Doyle:
Sehr sehr gut; in Aalen gibt es eine starke Metalszene mit sehr vielen geilen Bands, so dass es jetzt auch einen Sampler mit einigen Aalener Metal Bands gibt. Der Sampler heißt “Local Underground“ und wird am 05.11.2010 veröffentlicht. Wir sind ebenfalls auf dem Sampler mit unserem Song “Talk Shit, Spit Blood“ vertreten.

Doyle Deadlock ist ’n Scheiß-Pseudonym! Wieso nicht mal was anners, wie etwa Plötze Nicaragua? Und wieso heißt ihr Pisspüppchen? Dazu musst du doch DIE Story auf Lager haben, dass es kracht:…

Doyle:
Ich bin ja ehrlich gesagt zwischen Doyle Deadlock und Harry S. Morgan geschwankt (lacht). Aber dann hat sich doch das Pseudonym durchgesetzt, das sich sehr geile Kollegen ausgedacht haben! Das ist ja natürlich eine Frage, die wir sehr oft gestellt bekommen, aber im Grunde ist es eine Ableitung der Band “Sex Pistols“ und somit ein Wortspie;, wie wir das letztendlich so eingetütet haben, ist mir mittlerweile durch die Jahre und die Vernichtung etlicher Kästen selber verloren gegangen.

So, getz’ mal Butter bei die Fische: Euer Sangeshans hört sich an wie’n Endvierziger, schaut aber aus wie’n Mittzwanziger; wie schafft der das?

Options:
Wie ich das schaffe? Na mit dem heiligen Gerstensaft, der des Öfteren in die trockene Kehle fließt. Der macht die Stimme dann so richtig geschmeidig. Damit haben wir eigentlich immer die besten Erfahrungen gemacht.

Was zudem angenehm am auffallen tun ist: Ihr seid stumpf wie’n Messer in der Gemeindeküche und zockt euren Stiefel mächtig tight runter. Ihr seid auch nicht erst seit gestern dabei – oder?

Options:
Angefangen hat das Ganze 2003. Lizzard war zu der Zeit schon in einer Band. Doyle und ich hatten bis dahin noch keine musikalischen Kenntnisse. Als wir dann einen flüssigen Abend bei Doyle verbracht haben, habe ich mal die Gitarre seines Bruders in die Hände genommen und habe dann gesagt: “Kommt Jungs, wir gründen jetzt auch eine Band!“ Da war das Gelächter natürlich groß. Zwei Jahre später erst haben wir uns dann offiziell als PISSDOLLS gegründet. Das Lachen dürfte den Leuten mittlerweile vergangen sein (lacht).

Heinz hat ja nicht abgestritten, dass neben METALLICA und Konsorten auch Hardcore bei euch durchscheint, was sagst du dazu und warum?

Doyle:
Hardcore, das verwundert mich jetzt etwas, hat bis jetzt im Zusammenhang mit uns noch nie jemand gesagt. Ist komisch, weil keiner von uns eigentlich Hardcore-Hörer ist. Aber ich nehm das jetzt mal als Kompliment auf.

Und die beste Metal-Band überhaupt ist:

Options:
Geile Metalbands gibt es schon einige. Natürlich gab es da die Einstiegsdrogen wie METALLICA & Co, die wir eigentlich immer noch ab und zu hören, aber die letzten Jahre sind TESTAMENT und WARBRINGER schon ganz hoch im Kurs.

Die schlechteste kann nur sein:…

… das wissen die schon selber …

Wer von euch trägt überhaupt den “Metal Mustache“?

Doyle:
Den einzigen Metal Mustache, den ich kenne, trägt ein guter Kumpel von uns – der Schorsch, der des Öfteren bemüht ist, unseren Merch Stuff auf unseren Konzerten an die Leute zu bringen. Aber ich glaub, insgeheim träumt jeder von uns von einem geilen Pornobalken.
(ich träume eher schlecht von Balkenpornos… – Anm. d. Verf.)

Wer zeichnet für euren Sound verantwortlich, wer ist der Songwriter? Alle, einer allein? Wie laufen die kreativen Vorgänge bei euch ab, die letztendlich zu einem kompletten Album führen?

Options:
Die kreativen Vorgänge laufen bei uns eigentlich immer ziemlich identisch ab. Doyle und ich setzen uns zusammen und prügeln die Riffs zusammen. Dann wird der ganze Shit in der Probe in den Raum geworfen und Lizzard macht sich seine Gedanken. Wenn dann das Gerüst steht kommt der Text, der auch von Doyle und mir geschrieben wird.

Von wem habt ihr noch mal das Riff in der Mitte von “Talk Shit, Spit Blood“ geklaut? Es liegt mir auf der Zunge aber ich komm’ verdammtnocheins nicht drauf!

Options:
Wir wissen jetzt zwar nicht, welches Riff du genau meinst, aber wir haben ziemlich viel von den PISSDOLLS abgezogen (lacht.) Nein, ernsthaft. Es kann natürlich immer vorkommen, dass man sich an manchen Stellen in bestimmten Songs anhört wie seine Vorbilder. Das kommt meiner Meinung nach einfach davon, dass man die Art Musik die man hört, auch gerne selber spielt ohne wirklich zu merken, dass manche Riffs vielleicht wirklich sehr ähnlich klingen. Ist uns mittlerweile auch bei sehr vielen weltbekannten Bands aufgefallen.

Warum macht ihr überhaupt Musik? Was soll das?

Options:
Na weil es GEIL ist!!!

Doyle:
Wenn du´s auch machst, dann weiß du es(lacht).

In welchem Orchideen-Fach hat euer Drummer Dr. Lizzard Chandler eigentlich promoviert?

Doyle:
In der großen Kunst des „Weizen-Ayran-Weizen-Ayran“-Trinkens. Diese Kunst hat er uns schon miterleben lassen.
(I.d.Z. stellt sich natürlich die Frage, ob Pils-Kaffee-Pils-Mettwurst-Pils auch ne Kunstform darstellt… Anm.d.Verf.)

In eurem Booklet grüßt ihr Alex Obermayer und metal.de; ich kenn gar keinen Alex Obermayer bei metal.de und auch sonst nicht… wer ist Axel Obermayer?

Doyle:
Warum liegt hier überhaupt Stroh rum? Und warum hast du eigentlich ne Maske auf?
Haha, nein, ist eigentlich nur ’n Zufall, dass die beiden Namen direkt hintereinander stehen! Alex Obermayer ist ein Kumpel, der sich mit seiner Band und uns den Proberaum im Herzen Aalens teilt.

Nicht nur wegen eurer 2007er EP “Beerdrinking Starfuckers“: Bier scheint euch wichtig zu sein! Welches ist das beste, welches kannst du gar nicht empfehlen und warum nicht? Welches Bier möchtest du wo mal trinken und mit wem? Sag’ nicht du bist Fan von Wasseralfinger Bier, der gebrauten Lebensfreude… das ist getz’ doch nur Marketing oder?

Doyle:
Wow, erstmal bin ich ja total fertig, dass du Wasseralfinger Bier kennst. Aber du hast schon Recht, das ist wirklich gebraute Lebensfreude, obwohl ich sagen muss, dass es für mich nicht das geilste Bier ist, da es sich bei mir doch schon des Öfteren von der gebrauten Lebensfreude zur gebrühten Toilettenplage entwickelt hat (lacht)! Ich persönlich steh ja total auf Dosenbier und da ich ein klassischer Schwabe bin, muss bei mir das Preisleistungsverhältnis natürlich stimmen. Somit kann ich allen geeichten Biertrinkern mit gutem Gewissen das 5,0 Bier vom Discounter empfehlen. Auch wenn ich noch länger nachdenke, um auf deine Frage zurück zu kommen, habe bis jetzt noch kein wirklich ungenießbares Bier gezischt.
Ich denke, ich würde gerne mit Lemmy einige Pils zerren und natürlich dürften wir gerne in weiblicher Begleitung sein.

Mal was anners: Mit wem wollt ihr unbedingt die Bühne teilen?

Options:
Ach, da würden sehr viele in Frage kommen. Klar wäre so ein Brüller wie TESTAMENT oder KREATOR ein Traum, aber ich denke, man muss sich einfach kontinuierlich steigern und sich über die Jahre hinweg hocharbeiten, um seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dann bekommt man auch die Chancen, sich die Bühne mit größeren Bands zu teilen. Mit PSYCHOPUNCH sind wir ja schon auf der Bühne gestanden.

Doyle:
Da es aber immer sehr viele super talentierte Bands gibt und geben wird, braucht man einfach auch eine große Menge Glück, um seine Ziele zu erreichen.

Wieso gerade mit denen; also auffe Bühne?
Doyle:
Ich denke einfach, dass das ganz normal ist, dass man mit seinen favorisierten Bands, die einem jahrelang Einflüsse gegeben haben, ein Rockinferno zünden will.

Auf welchen kommenden Kindergeburtstagen kann man euch denn mal in näherer Zukunft live begaffen?

Doyle:
Also das nächste Mal bei der Hochzeit von Dr. Lizzard Chandler, noch in diesem Jahr…(lacht). Aber dann wie vorhin schon angesprochen am 06.11.2010 bei dem Releasefestival des “Local Underground Samplers“ im Alten Schlachthof in Aalen.

Wo seht ihr euch in ein paar Jahren, was sind eure Ziele als Band, was wollt ihr erreichen?

Doyle:
Wer uns kennt, weiß, dass wir das alles mit einem Augenzwinkern sehen, trotzdem sind wir bereit, alles mitzunehmen was noch so kommen mag. Wir werden den Shit noch so lange machen, wie wir Lust haben und momentan sieht’s so aus, als würde das noch sehr lange gehen.

Wann steht der nächste Longplayer an? Was wird uns erwarten?

Options:
Die Songs für den nächsten Longplayer sind gerade in der Entstehungsphase. Drei bis vier Stücke davon spielen wir sogar schon live. Aber wir haben ja jetzt erst “From Hollywood To Hell“ veröffentlicht. D.h. es wird schon noch ein Weilchen dauern. Eins ist aber schon mal klar. Es wird auf jeden Fall härter und ziemlich thrashig!!!

Eure letzten Worte an die werte Leserschaft:…

“Thrash makes us wanna lift weights, drink beer and fuck people up.“

Aua! und Danke!

27.10.2010

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