
Kanonenfieber
Soldatenschicksale 2026
Konzertbericht
Kanonenfest als Maßstab: Fan- und Bandnähe im Praxistest
Eine Woche nach dem Gig in Köln steht das „Kanonenfest“ am 27. März als End- und Höhepunkt der Tour an. Kolportierte 7.000 Fans sollen bei Konzerten in die örtliche Brose-Arena passen, die natürlich auch wochenlang vorher ausverkauft war.
Anders als in Köln sind hier die unterschiedlichen Altersklassen im Publikum deutlich breiter vertreten. Zudem zeigt sich, dass zahlreiche Fans zuvor schon die Clubshows besucht haben und der Einzugsbereich nicht nur Deutschland umfasst. Besucher:innen aus angrenzenden Nachbarländern lassen sich die größte Show in der Kanonenfieber-Historie ebensowenig entgehen wie eine Gruppe Amerikaner oder der slowakische Black-Metal-YouTuber Cikindeles mit seiner Tochter.
Zudem zeigt das fan- und bandfreundliche Modell, dass Noise der Aufstieg von KANONENFIEBER nicht zu Kopf gestiegen. So kosten beispielsweise die T-Shirts – sowohl in Köln als auch in Bamberg – faire 25 Euro. Für Bands dieser Größenordnung ist das keine Selbstverständlichkeit mehr. Zudem agiert Noise extrem kollegial. Nicht nur auf der Tour durfte MENTAL CRUELTY großzügig auf Sound- und Lichttechnik zurückgreifen, auch in Bamberg sah es diesbezüglich kaum nach Restriktionen aus – weder für große Bands wie KATAKLYSM noch für aufstrebende Underground-Acts wie ANTRISCH, die am Premierentag von „Expedition III“ ihr Set ausschließlich mit diesem Album bestritten.
Faires Spiel auch in Sachen Merchandise. Anstatt die dominante Position auszuspielen, verkaufte die Band in Bamberg ihr eigenes Merchandise ausschließlich außerhalb der Halle, sodass der Innenbereich der Platz exklusiv den Supportbands vorbehalten blieb – ohne direkte Konkurrenz durch den Headliner.
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Torsten Meierhöfer































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