DevilDriver - Strike And Kill

Review

Soundcheck Juli 2026# 9 Galerie mit 22 Bildern: DevilDriver - Spirit in Black 2018

Im mittlerweile gewohnten Dreijahresrhythmus kehren DEVILDRIVER zurück und legen den Nachfolger von „Dealing With Demons – Vol. II“ vor. Statt eines dritten Teils legen die Groove-Metaller die Nummerierung ihrer Alben ad acta und präsentieren mit „Strike And Kill“ eine gänzlich neue Optik. Dass die Kalifornier nun mit angezogener Handbremse agieren, ist nicht zu befürchten – das beweist schon der sympathische Fiffi auf dem Cover.

DEVILDRIVER haben ihren Biss nicht verloren

Dass DEVILDRIVER noch immer „America’s Most Angry“-Metalband sind, wollen sie direkt mit dem Opener „Dig Your Own Grave“ beweisen, der Tempo und Marschrichtung für „Strike And Kill“ vorgibt. Das Ding drückt einem die Zähne aus dem Kiefer, während es mit der zweiten Hand den Hintern versohlt und mit beiden Füßen auf einen eintritt. Sprich: Es gibt ordentlich aufs Maul. Dabei ist nicht nur Stumpf Trumpf, sondern die Flitzefinger von Neuzugang Gabe Mangold sorgen für feine Leads und das ein oder andere coole Solo.

„Strike And Kill“ wirkt härter und trotz der längeren Laufzeit stringenter als sein Vorgänger. Es scheint, als würden DEVILDRIVER die Anteile diverser Subgenres in ihrem Sound erhöhen. Es gibt mehr Thrash Metal und mehr Metalcore, ohne den Groove zu verlieren. Zudem besitzen einige Songs Momente, die aufhorchen lassen, weil entweder der Refrain fett, der Gitarrensound spannend oder der Drive besonders treibend ist. Dez Fafaras charakteristischer Shoutgesang wirkt ebenfalls abwechslungsreicher als zuletzt.

Somit machen DEVILDRIVER gleichzeitig wenig und doch viel anders und liefern einen Schwung neuer Moshpit-Ohrwürmer. Anspieltipps für Unschlüssige sind der Opener, der Titelsong, „Never Coming Home“ sowie das sich langsam aufbauende und dann kraftvoll entladende „Summoning Shadows“. Letztlich kann man hier kaum falsch greifen.

„Strike And Kill“ ist rundum gelungen

Das elfte DEVILDRIVER-Album bietet von allem mehr: mehr Vielfalt, mehr Genres, mehr Songs, mehr Laufzeit. Eigentlich wäre das kritisch zu sehen, weil es auch zerfahren und überambitioniert wirken kann. Doch Dez Fafara und seine Mitstreiter haben es geschafft, mit „Strike And Kill“ einen schlüssigen, wuchtigen Brocken voller guter bis hervorragend aggressiver Knaller zu schreiben.

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03.07.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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